Lechhang in Bewegung

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Weil der Lechhang wieder in Bewegung ist, hat die Stadt den Fußweg zwischen Lechsteg und Frühlingstraße erneut komplett gesperrt.

Landsberg – Der Lechhang entlang der Von-Kühlmann-Straße kommt nicht zur Ruhe. Wegen „Bewegungen der Treppenanlage“ ist jetzt der Fußweg vom Lechsteg zur Frühlingsstraße gesperrt worden. 

Die Probleme scheinen gravierend zu sein: Ein Gutachter ist eingeschaltet, wie lange die Verbindung zur Altstadt geschlossen bleibt, ist derzeit noch nicht absehbar, teilt Pressesprecherin Simone Loderer auf Nachfrage des KREISBOTEN mitteilt.

Die Fußgänger staunten nicht schlecht, als Mitarbeiter des Bauhofes Ende der vergangenen Woche den erst 2009 aufwendig neu erstellten Treppen­abgang mit Baustellengittern absperrten. Aufgefallen waren die Schäden allerdings schon länger – seit dem großen Hangrutsch vor zwei Jahren beobachte und kontrolliere man dieses Gebiet aufmerksam, so Loderer. Dabei stellte man bereits Anfang des vergangenen Jahres erste Bewegungen bei den Treppen fest, im Laufe des Jahres verschob sich dann auch der Gehweg ein Stück weiter lechaufwärts.

Der Grund für die Schäden liege in den „teilweise extremen Böschungsneigungen von fast 45 Grad“, heißt es bei der Stadt. Derart steile Hänge seien auf Dauer nicht standsicher, derzeit halte lediglich Wurzelwerk die Böschung zusammen, durch „Entfestigung und Aufwitterung“ träten jedoch ständig Kriechbewegungen ein. Ein weiteres Problem: Auch von der Frühlingsstraße bis zur Evangelischen Kirche ist die Böschung ähnlich steil, es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wann der Hang auch dort anfängt, sich zu bewegen.

Ob es einen Zusammenhang mit den in den letzten Jahren gehäuft auftretenden Hangschäden und Abholzungen in diesem Bereich gibt, ist nicht klar. Ebenso wenig steht bis jetzt fest, wie weiter vorgegangen wird. Bereits seit April 2012 sei ein externer Gutachter eingeschaltet, der die Entwicklung mit verfolgt habe. Zusammen mit diesem Experten erarbeitet das städtische Bauamt im Moment Lösungsmöglichkeiten.

„Die Ergebnisse werden dann dem Stadtrat vorgelegt“, kündigt Simone Loderer an. Erst dann könne gesagt werden, wie lange der Weg gesperrt bleiben muss. Sollte der Hang auf der gesamten Länge befestigt werden müssen, steht zu befürchten, dass die Geschichte richtig teuer wird. Alleine die Sanierung des 40 Meter langen Bereichs auf Höhe der Pflugfabrik hatte vor zwei Jahren über 100000 Euro gekostet. Christoph Kruse

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