Brücke ohne Anschluss

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Die Brücke über die B17neu westlich des Industrie- und Gewerbeparks Frauenwald (Hintergrund) führt derzeit noch ins Nichts. Schnellstmöglich soll nun die Anbindung an die Anschlussstelle Igling in Angriffgenommen werden.

Landsberg – Vor einem regelrechten Dilemma steht OB Mathias Neuner (CSU) bei einem wichtigen Bauvorhaben. Das Industrie- und Gewerbegebiet im Frauenwald muss über die Anschlussstelle Igling an die B17neu angebunden werden, zudem muss die Bahnbrücke verbreitert werden. Das Problem: kein Geld.

Bisher fahren die Lastwagen das Industriegebiet über den großen Kreisverkehr Landsberg-West und die Parallelstraße zur Autobahn an. Dieser Weg ist jetzt schon stark mit dem Schwerverkehr belastet. „Wenn im nächsten Frühjahr Edeka im Frauenwald aufmacht, geht das gar nicht mehr“, sagt Neuner. Die Stadt steht außerdem bei der Gemeinde Igling im Wort. Wegen des starken Durchgangsverkehrs wartet man dort bereits sehnlichst auf die neue Anschlussstelle.

„Das kann ich noch nicht beziffern“, meinte der OB jüngst im Stadtrat, als nach den Kosten für diese Weiterführung der Franz-Kollmann-Straße gefragt wurde. Die Verwaltung allerdings hat schon eine sehr konkrete Planung: Von der bereits gebauten Brücke, die bisher noch am Zaun der Welfenkaserne ins Nichts führt, bis zur B17neu müssen zunächst der Bundeswehr gut 7000 Quadratmeter abgekauft werden. „Da haben wir bereits Gespräche geführt, das sollte nicht das Problem sein“, so Bürgermeister Norbert Kreuzer (CSU). Danach soll gebaut werden, für die Maßnahme werden für das kommende Jahr 650000 Euro eingeplant.

Geld, das man in Zeiten des Sparzwangs nicht hat, aber wohl dennoch ausgeben muss. Ein Jahr später kommt es dann noch dicker: Die Verbreiterung der Bahnbrücke über die B17neu wurde bereits mehrfach verschoben. „Jetzt müssen wir das in Angriff nehmen, wir haben von der Bahn ein Zeitfenster gesetzt bekommen, die Brücke muss 2014 gebaut werden“, so Kreuzer. Das wird die Stadt dann voraussichtlich weitere 1,46 Millionen Euro kosten.

Begeistert von diesen Aussichten ist OB Neuner sichtlich nicht, er fügt sich aber ins Unvermeidliche. „Es wird nicht anders gehen, als dass wir noch zwei Millionen Euro Kredit aufnehmen.“ Probleme mit der Rechtsaufsicht befürchtet er momentan nicht. „Nach den Planungen des Kämmerers sollten wir bis dahin unsere Kassenkredite auf ungefähr zehn Millionen Euro reduziert haben, damit dürften wir dann die Genehmigung bekommen. Christoph Kruse

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