Stadtradeln 2015

Thaining radelt erneut auf Platz 1

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Große Freude über zwei 1. Plätze und ein neues E-Bike herrschte in der Thaininger Stadtradel-Delegation (von links): Magdalena Meiendres, Karin Stork, Bürgermeister Leonhard Stork und Hans Meiendres.

Landsberg – Nach dem Stadtradeln ist vor dem Stadtradeln, deshalb bleibt Sportreferent Rainer Mahl, Koordinator der Aktion im Landratsamt, nicht wirklich Zeit, sich zurückzulehnen. Während die Vorbereitungen für das Stadtradeln im nächsten Jahr (19. Juni bis 9. Juli) schon wieder laufen, dürfen die Thaininger und Finninger erst mal kräftig jubeln – über insgesamt drei 1. Preise auf Bundesebene, jetzt verliehen in Bonn.

Das Klima-Bündnis Deutschland (www.klimabuendnis.org) prämierte kürzlich im Rahmen seiner Kommunalen Klimaschutz-Konferenz Deutschlands aktivste Kommunalparlamente und Kommunen. Bündnis-Vorsitzender Holger Matthäus, Senator für Bau und Umwelt der Hansestadt Rostock ehrte als Laudator die erfolgreichsten Städte, Gemeinden und Landkreise/Regionen.

Für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung fahren beim „Stadtradeln“ jährlich hunderte von Kommunen an 21 aufeinanderfolgenden Tagen um die Wette. Mit Spaß und Begeisterung soll so das Thema nachhaltige Mobilität vorangebracht werden.

Im Landkreis Landsberg waren heuer insgesamt 2019 aktive Teilnehmer in 143 Teams mit von der Partie. Insgesamt erradelten sie zwischen 21. Juni und 11. Juli 471.801 Kilometer (11,77-fache Äquator-Länge), was rechnerisch einer CO2-Vermeidung von 67.939 Kilogramm entspricht.

Bei der Preisverleihung in Bonn gingen drei 1. Plätze in den Landkreis. Als „fahrradaktivstes Kommunalparlament“ landeten die Thaininger bundesweit erneut ganz oben auf dem virtuellen Siegerpodest. Die neun Kommunalparlamentarier um Bürgermeister Leonhard Stork brachten es im Aktionszeitraum auf insgesamt 3005 Radl-Kilometer. Die 333,8 Kilometer pro Parlamentarier-Nase waren im Bundesgebiet unübertroffen.

Als Lohn dafür gewann die Gemeinde Thaining, wie schon im Vorjahr, ein E-Bike, das der Bürgermeister in Abstimmung mit seinen radelnden Ratsmitgliedern nun der Bevölkerung zur Verfügung stellen möchte.

Auch in der Kategorie „fahrradaktivste Kommune“ mit den meisten Radkilometern pro Einwohner waren die Thaininger wieder spitze: 30,6 Kilometer pro Stadtradler bedeuteten erneut Platz 1. Der Abstand zur Gemeinde Unterdießen war zwar beträchtlich, doch deren 18,4 Kilometer pro Einwohner reichten immerhin noch für den 2. Platz. Und zuguter Letzt jubelten auch noch die Finninger: 12,8 Kilometer pro Radler reichten für die Auszeichnung „bester Newcomer“ auf Bundesebene.

Bei Deutschlands größter kommunaler Radverkehrskampagne traten in diesem Jahr rund 130.000 RadlerInnen in 341 Kommunen in die Pedale. Dabei legten sie nahezu 25 Millionen Kilometer zurück und vermieden im Vergleich zur Autofahrt über 3.500 Tonnen CO2. Mit von der Partie waren fast 2.500 Kommunalparlamentarier, um in ihrer Vorbildfunktion ein Zeichen pro Fahrrad zu setzen. Als „Stadtradel-Star“ sattelten 125 meist lokale Prominente komplett aufs Fahrrad um und ließen das Auto gar 21 Tage am Stück stehen.

Rad-Tour nach Bonn

Übrigens: Volker Montag aus Dießen, mit Grünen-Stadtrat Henrik Lüßmann (Landsberg) Stadtradel-Star 2015 im Landkreis Landsberg, radelte mit Kollegen aus Weilheim und Ingolstadt zur Preisverleihung in Bonn mit dem Rad an. Vor dem Klima-Bündnis erzählten sie über ihre „autofreies“ Stadtradel-Erlebnisse.

Toni Schwaiger

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