Stadtradeln beginnt:

Gemeinsam in die Pedale treten

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Für 21 Tage ist der Landkreis bald wieder in der Hand der Radler.

Landkreis – Ab Sonntag, 25. Juni, wird wieder kräftig gestrampelt. Zum vierten Mal beteiligt sich der Landkreis an der Aktion „Stadtradeln“, während der alle Landkreis-Bürger Kilometer auf dem Fahrrad sammeln können. Wer die längste Gesamtstrecke abspult und damit den größten Beitrag für die Umwelt liefert, wird prämiert. Insgesamt 21 Tage lang finden Aktionen und Radtouren statt, um ein Zeichen für Radverkehr und Klimaschutz zu setzen.

Schon letztes Jahr war die Beteiligung am „Stadtradeln“ eindrucksvoll: Aus dem Landkreis beteiligten sich über 2.400 Bürger, die sich in Teams organisierten und ihre Kilometer auf der Stadtradl-Homepage dokumentierten. Gemeinsam legten sie über 500.000 Kilometer auf dem Rad zurück und sparten damit aktiv 71.254 Kilogramm CO2. Mit diesem Ergebnis landete der Landkreis Landsberg bundesweit auf dem 15. Platz.

Großen Anteil an diesem Resultat hatte die Gemeinde Thaining, die einen von sechs bundesweiten Preisen abräumte – für die meisten Kilometer je Kommunalpolitiker. Bei der längsten Strecke pro Einwohner belegte Thaining deutschlandweit sogar den zweiten Platz gefolgt von Unterdießen.

Radler gesucht

Ziel der Aktion ist, dass sich im Landkreis und den zugehörigen Gemeinden möglichst viele Teams bilden, um den Radverkehr zu stärken und gleichzeitig den Schadstoffausstoß zu reduzieren. Deshalb warben Landrat Thomas Eichinger und ADFC-Kreisvorsitzender Martin Baumeister heuer wieder bei sämtlichen Sport- und Schützenvereinen, größeren Firmen, Behörden, Schulen und Kindergärten, um auf die Klimaschutzaktion aufmerksam zu machen.

Um die Landsberger zum Radeln zu animieren, locken die Landsberger Organisatoren auch mit lukrativen Preisen: Die besten drei Sport- oder Schützenvereine erhalten jeweils 300 Euro für die Jugend. Die sechs Schulkassen mit den meisten Fahrrad-Kilometern dürfen sich jeweils über 200 Euro für eine Klassenparty mit DJ, alkoholfreien Getränken und gesponsertem Essen freuen.

Eröffnet wird das dreiwöchige Wettrennen um die fahrradaktivste Kommune mit einer gemeinsamen Auftaktfahrt am Sonntag, 25. Juni. Ziel des Ausflugs: Thaining, der Landkreis-Sieger des Vorjahres. Beginn der Tagestour ist um 9.30 Uhr am Parkplatz am Landsberger Mutterturm, von wo der Weg über den Englischen Garten entlang des Ammersee-Radweges bis nach Erpfting führt.

In Richtung Fuchstal unterwegs, steht dann in Lechmühlen ein kurzer Zwischenstopp an. Dort erwartet die Teilnehmer ein Kurzvortrag von ­Günther Kraus vom Seestaller Arbeitskreis Kultur zum barocken Maler Johann Baptist Baader, der vor 300 Jahren in Lechmühlen geboren wurde.

Von dort radeln die Teilnehmer weiter über Stadl und Pflugdorf nach Thaining. Neben der dortigen Eröffnung des Dorfladens ist auch ein Besuch im Warmfreibad geplant. Wer bereits seit Landsberg auf dem Sattel sitzt, darf in Thaining sogar kostenlos plantschen. Anschließend geht es zurück zum Ausgangspunkt am Mutterturm. Übrigens: Der Auftakttour kann sich jeder auch ohne Anmeldung anschließen.

Neu ist in diesem Jahr eine Abschlussfahrt, die nach Egling an der Paar führt. Bis zum 15. Juli läuft das Stadtradeln offiziell. Nach Ende haben die Fahrer noch sieben Tage lang Zeit, gefahrene Kilometer nachzutragen. Neue Teams zu gründen, ist – anders als in den Vorjahren – nicht mehr möglich.

Radwegenetz ausbauen

Warum die Aktion auch perspektivisch eine große Bedeutung hat, das weiß Landkreis-Sportreferent und Stadtradl-Organisator Rainer Mahl: Mit der Aktion könne man das Bewusstsein der Bürger ein Stück weit bewegen und die Verbesserung des Radwegenetzes im Landkreis gezielt vorantreiben. 550 Kilometer beschilderte Radwege gibt es derzeit in Landsberg. „Diesen Stand wollen wir aber nicht nur halten sondern weiter verbessern“, meint Mahl. Am besten mit zwei bis drei Maßnahmen pro Jahr. Konkret sind derzeit unter anderem Verbindungen aus der Lechstadt zum Scheuringer Zollhaus oder nach Ummendorf geplant.

Marco Tobisch

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