Trotz Kostenmehrung: Lady-Herkomer-Steg kommt.

Stadtrat sagt ja zum Lechsteg - Baubeginn im September

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Günstiger wird‘s nicht werden: Bis August 2020 soll der Lechsteg fertig werden.

Landsberg – Der Lechsteg wird gebaut. Zuletzt war es doch eine große Mehrheit, die im Stadtrat - trotz Kostensteigerung - für das Projekt stimmte. Die UBV, die den Bau um ein Jahr schieben wollte, hatte das Nachsehen.

Eine Verschiebung war aus Sicht der Mehrheit keine vernünftige Option, denn mit niedrigeren Kosten rechnet in absehbarer Zeit niemand. „Wir müssen in Kauf nehmen, dass die Brücke teurer wird“, fasste Christian Hettmer (CSU) zusammen. Das Projekt sei im städtebaulichen Vertrag mit dem Investor vereinbart – im Falle der Nichterfüllung würden der Stadt Schadensersatzansprüche drohen. Nachverhandlungen sind laut OB Mathias Neuner (CSU) von beiden Seiten im Vertrag explizit ausgeschlossen worden.

Christoph Jell (UBV) sah in einer Verschiebung der Maßnahme hingegen kein Problem, da die ersten Bewohner des Urbanen Lebens am Papierbach (ULP) nicht vor 2021 einziehen würden.

Hans-Jürgen Schulmeister (Landsberger Mitte) pochte auf eine Prioritätenliste, auf der Sozialwohnungen, Kindergartenneubau und Schulsanierung vor dem Lechsteg rangieren sollten. Der Verzicht auf die geplante Tiefgarage unter dem neuen Jugendzentrum – im Finanzausschuss als Ausgleich für die Kostensteigerung beim Lechsteg vorgeschlagen – wäre aus Schulmeisters Sicht ein Zeichen für Kompromissbereitschaft gewesen. Doch über die Tiefgarage kann laut Neuner erst im September entschieden werden, weil in punkto möglicher Zuschüsse noch Klärungsbedarf bestehe. Damit hat das Stadtoberhaupt die Diskussion über beide Themen erfolgreich entkoppelt.

Neuner warb noch einmal für die Brücke als effektive Maßnahme, um den Autoverkehr zu reduzieren. „Wenn Sie Radfahrern und Fußgängern wirklich einen Gefallen tun wollen, muss die Brücke her.“ Moritz Hartmann (Grüne) erinnerte daran, dass der Lechsteg nicht nur für die künftigen Bewohner des ULP gebaut wird. „Es geht um die Mitte-West-Verbindung.“

Für kurzzeitige Irritation sorgte Stefan Meiser (ÖDP) mit dem Hinweis, dass eines der zu beauftragenden Unternehmen – die Firma GLS mit Sitz im oberösterreichischen Perg – im Jahr 2016 habe Insolvenz anmelden müssen. Allerdings ist die Firma mittlerweile saniert.

In namentlicher Abstimmung votierten bis auf drei UBV-Vertreter und zwei Mitglieder der Landsberger Mitte alle 25 anwesenden Stadträte für die Vergabe der in zwei Lose aufgeteilten Bauarbeiten. Losgehen wird es laut Tiefbauamts-Chef Hans Huttenloher im September. Nur dann darf nämlich aus Naturschutzgründen die notwendige Kiesaufschüttung auf der Ostseite des Lechs vorgenommen werden. Mit der Fertigstellung der Brücke rechnet Huttenloher im August nächsten Jahres.

Ulrike Osman

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