Stadtsaal mit Lechblick

Außen hui, innen pfui: Die Turnhalle Lechstraße muss dringend saniert werden. Zuvor aber prüft die Verwaltung, ob ein Neubau und parallel dazu ein Umbau zum Stadtsaal nicht sinnvoller wäre. Foto: Schwaiger

Es ist seit langem eine der ganz großen städtischen Aufgaben und wird es auch bleiben: der Gebäudeunterhalt. Seit Jahren lasten Instandhaltungs- und Sanierungspakete schwer auf dem Stadtsäckel, allein fürs Sportzentrum stehen heuer über vier Millionen Euro im Haushaltsplan zu Buche. Da drängt ab und an die Frage auf: „Sanieren oder lieber gleich neu bauen?“ Aktuell auch für die Turnhalle Lechstraße. An ihr nagt der Zahn der Zeit, was vor allem innen deutlich zu Tage tritt. Die Stadtoberen erwägen nun den Bau einer neuen Zweifachhalle. Und könnten in dem historischen Ge­bäu­de endlich einen lang ersehnten Wunsch wahr werden lassen: den Landsberger Stadtsaal.

Dass in der Stadtspitze seit Jahren alle erdenklichen Möglichkeiten für die Realisierung eines Stadtsaales geprüft werden, ist nicht neu. Hoch im Kurs stand zuletzt das Ex-MiniMal-Gebäude in der Augsburger Straße. Da aber zog der Stadtrat nicht mit. In nicht öffentlicher Sitzung versetzte er Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) einen kräftigen Stoß in die Magengegend. Doch das hielt das kurz nach Luft ringende Stadtoberhaupt allerdings nicht davon ab, die Suche fortzusetzen. Und wieder ist er jetzt fündig geworden. Die Turnhalle an der Lechstraße scheint wie geschaffen für das längst überfällige Vorhaben. Das Objekt besticht allein durch seine Lage am Lech und in der Altstadt, die Tiefgarage vor der Tür, eine Verbindung zum Westufer ist mit dem Lechsteg geplant. Ferner sind die beiden Hallenteile in dem unter Denkmalsschutz stehenden Altbau nicht wie andernorts neben­einander, sondern hintereinander angeordnet – schlecht für den Sport, gut für eine Nutzung als Stadtsaal. Der 2004 fertiggestellte Westanbau mit einer Halle samt Nebenräumen könnte auch weiterhin für den Sport zur Verfügung stehen. Im Hochbaureferat geht man davon aus, dass die Sanierung der Turnhalle Lechstraße mit bis zu 1,5 Millionen Euro zu Buche schlagen würde. Da ist die Differenz zu einem Neubau unter dem Strich nicht allzu groß: So dürfte der Bau einer Zweifachhalle etwa vier Millionen Euro kosten und bei 50-prozentiger Förderung das Stadtsäckel mit zwei Millionen belasten. Der Standort für das Projekt drängt sich förmlich auf: das ehemalige AKE-Areal zwischen Sozialstation St. Martin und Ignaz-Kögler-Gymnasium. Beschlossene Sache ist dort die Erweiterung der Tiefgarage Lechstraße, die nun mit der Turn­- halle überbaut werden könnte. Ein Neubau hätte für IKG, Spitalplatz- und Schlossbergschule sowie Freizeitsportler den Vorteil, dass sie keine Hallenausfallzeiten im Zuge einer Sanierung hinnehmen müssten. Entscheidung im Herbst Auf Anfrage des KREISBOTEN räumt OB Lehmann ein, dass die Option „Hallenneubau und Umbau zum Stadtsaal“ derzeit geprüft werde. Mit einem Ergebnis rechne er nach der Sommerpause, noch im Herbst solle eine Entscheidung fallen. Mit dem Wohl und Wehe der Turnhalle Lechstraße hat sich der Stadtrat jüngst im Rahmen einer Ortsbesichtigung kurz beschäftigt.

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