Mehr als Raststätte

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Am 17. und 18. Januar führen die Landsberger Stadtführer (hier Britta Peterhansel) durch die Altstadt.

Landsberg – „Landsberg ist aber schön, das wusste ich gar nicht!“ – Solche Sätze hören Stadtführer öfters. Die Lechstadt ist bei vielen nur als Autobahnraststätte bekannt, aber nicht wegen der historischen Altstadt. Der zweitägige „Führungsmarathon Stadt(ver)führungen“ am 17. und 18. Januar will das nun ändern und die Stadt ins Bewusstsein von Bewohnern und Besuchern rücken.

Stadtführungen seien für Landsberg sehr wichtig, erzählt die Landsberger Tourismuschefin Ira Wild beim Pressegespräch. Sie präsentieren die Stadt und haben eine große Außenwirkung. 15 000 Menschen nahmen im vergangenen Jahr an 795 Füh- rungen teil, was außergewöhnlich viel im Vergleich mit anderen Orten sei. Hat es ihnen gefallen, spreche sich das schnell herum. Trotzdem sei die Stadt an der romantischen Straße bei vielen noch recht unbekannt. 

Mit den historisch fundierten „Stadt(ver)führungen“ soll die Stadt mit ihren qualifizierten Stadtführern nun präsentiert werden. Besucher wie auch Landsberger können teils sonst verschlossene Orte kennenlernen, „die sie sonst nicht sehen“, so Kulturbürgermeister Axel Flörke. Dazu gehören etwa die enge Gasse und der Schmalzturm, die Johanniskirche, der Jungfernsprungturm oder der Rathauskeller. 

Ein steigendes Interesse an Landsberg ist laut Flörke auch für den hiesigen Einzelhandel und die Gastronomie von Bedeutung. Die Besucher schätzen die kleinen, individuell geführten Geschäfte. Ein Tagestourist gebe, ohne Hotel, etwa 28 Euro aus. Die Angabe sei aber bundesweit und schon einige Jahre alt, weswegen dieses Jahr eine Studie die genauen Zahlen für Landsberg ermitteln soll. Mit jährlich 500000 Tagestouristen käme Landsberg demnach aber bisher auf einen Wert von 14 Millionen Euro. 

Mit dem übertragbaren Ticket, das im Rathaus oder bei den Führungen direkt erworben werden kann und mit maximal 10 Euro etwa so viel kostet wie sonst eine einzelne Führung, können alle Angebote des Wochenendes sowie die Ausstellung „Landsberger Stadtansichten“ besucht werden. Der von der Sparkasse unterstützte „Führungsmarathon“ wird aber kein einmaliges Ereignis bleiben – er soll in diesem Jahr noch öfter stattfinden.

Judith Rietzl

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