Planung läuft ins Leere

Stadt findet keinen Platz für Skatepark – trotz Jugendbeteiligung

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Freie Sicht zum Lech: Der Skatepark am Inselbad ist geräumt. Einen Ausweichplatz konnte die Stadt nicht finden – auch nicht in Zusammenarbeit mit Skatern und Jugendbeirat.

Landsberg – Gähnende Leere dominiert das Bild beim ehemaligen Skatepark vor dem Inselbad. Für die Bauvorbereitungen des Lechstegs musste das Gelände geräumt werden (der KREISBOTE berichtete). Ein Alternativstellplatz sollte gesucht werden, ob nun als endgültige Stellfläche oder Interimslösung. Doch die Suche nach einem Ersatz-Platz scheint einige Schwierigkeiten zu bergen.

Die zwei entscheidenden Voraussetzungen neben der Prämisse, dass es ein Gelände sein muss, das der Stadt gehört: Der Untergrund muss stimmen. Und der nächste Nachbar darf nicht zu nah wohnen: wegen des Lärms. Die Frage des Untergrunds hatte den Standort ehemaliger Spielplatz Max-Friesenegger-Straße ausgeschlossen, sagt Stadtpressesprecher Andreas Létang. Einen anderen Standort habe man nicht geprüft. Im Stadtratsbeschluss zum Abbau des jetzigen Parks sei auch keine Interimslösung verankert gewesen.

Die war allerdings im Gespräch: am Schlüsselanger, gegenüber dem Jugendzentrum, was auch eine „gewisse soziale Kontrolle“ ermöglicht hätte, so Jugendreferent Moritz Hartmann (Grüne). Vorgeschlagen hatten den Ort Jugendbeirat und Skater selbst. Rund 15 Personen trafen sich zur Besichtigung vor Ort mit Stadtplaner Mathias Rothdach und Landschaftsarchitektin Angela Gatzka von der Stadtverwaltung. Das berichtet der 26-jährige Andreas Martin, selbst leidenschaftlicher Skater. Er habe für das Treffen schon die Anlagen-Planung gemacht, „samt Kostenvoranschlag mit weiteren Skate-Elementen“, erzählt er.

Bei dem Treffen wurde keine konkrete Entscheidung zum Standort Schlüsselanger getroffen – sagen sowohl Martin als auch Rothdach. Allerdings, so Martin, habe auch im Nachhinein niemand mit ihm Kontakt aufgenommen oder ihn über die Entscheidung der Stadt informiert. „Ich habe auch nicht nachgehakt. Ich dachte, die haben eben erstmal Urlaub.“

Der Schlüsselanger sei nicht mehr konkret geprüft worden, konstatiert Létang. Wohl wegen des von vorneherein zu geringen Abstands zum nächsten Wohnhaus. Schade ist allerdings, dass den Jugendlichen, die sich mit Engagement an der Planung beteiligt haben, diese Entscheidung nicht kommuniziert wurde.

„Im Wettbewerb ist der Skateplatz aufgenommen und wird auch entsprechen behandelt werden“, so Létang. Ob die alte Anlage an einem anderen Ort aufgebaut wird oder ob ein Skatepark entstehen soll, der mit neuen Skate-Elementen den Bedürfnissen der Skater entspricht, bleibt abzuwarten.

Susanne Greiner

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