Sorge um die Kultur

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Dass die Städtische Sing- und Musikschule aus der Stadtverwaltung ausgegliedert wird, ist – entgegen der Gerüchte – unwahrscheinlich. OB Mathias Neuner möchte die Kultur in der Lechstadt weiter stärken.

Landsberg – Sorgen um die Kultur in der Stadt macht sich die Landsberger SPD. In einer Stellungnahme an OB Neuner äußern sich Ursula Schaller und Dieter Völkel beunruhigt über die Pläne, einzelne kulturelle Bereiche auszugliedern. Neuner entgegnet: „Ich möchte die Kultur in Landsberg weiter stärken.“

Offenbar war der Landsberger SPD zu Ohren gekommen, dass einzelne kulturelle Bereiche aus der Stadtverwaltung ausgegliedert und beispielsweise an Vereine übergeben werden sollen. Diese Spekulationen nahm Völkel zum Anlass, umgehend durch eine Stellungnahme Klarheit von OB Mathias Neuner zu fordern. Landsberg sei durch zahlreiche Konzertreihen sowie durch das Stadttheater, die Städtische Sing- und Musikschule, die VHS, die Bücherei und das Museum durchaus eine Kulturstadt, schreiben Birgit Schaller und Dieter Völkel im Namen ihrer Fraktion. „Die SPD hält nichts davon, eine der genannten Einrichtungen zum Beispiel in Vereinsform zu betreiben, also aus der Verantwortung der Stadt zu entlassen.“ Es sei Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass die kulturelle Vielfalt erhalten bleibe. 

Dass Veränderungen anstehen und man in vielen Bereichen einsparen müsse, sei nicht neu, erklärt Oberbürgermeister Mathias Neuner auf Nachfrage des KREISBOTEN. Er sieht die Sorge der SPD durchaus begründet: „In der Diskussion wurde natürlich auch geschaut, wie andere Kommunen diese Bereiche organisieren.“ In Schongau etwa werde die Bücherei über einen Trägerverein betrieben. Wie genau aber mögliche Veränderungen im kulturellen Bereich aussehen, stehe noch nicht genau fest. 

Eine Organisationsuntersuchung laufe derzeit, deren Auswirkungen auf den Kulturbereich seien nicht absehbar. „Der neue Stadtrat wird sich Ziele setzen und eine Strategie für die nächsten Jahre entwickeln, die auch den gesamten Kulturbereich umfassen wird“, meint Neuner. „Ziel ist es aber, alle kulturellen Einrichtungen weiterhin unter der Hand und Federführung der Stadt zu führen.“ Er wolle die Kultur weiter stärken. „Das freut uns natürlich“, so Völkel.

Janina Reich

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