2020 mit Verlust abgeschlossen

Stadtwerke Landsberg mit Zuversicht

Flagge Stadtwerke Landsberg
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Das Kommunalunternehmen machte Verluste in 2020 – aber für 2021 besteht Hoffnung.
  • Werner Lauff
    VonWerner Lauff
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Landsberg – Die Stadtwerke Landsberg haben eigenen Angaben zufolge im Jahr 2020 einen Verlust von 350.000 Euro hinnehmen müssen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hätten die Stadtwerke das Geschäftsjahr dennoch „zufriedenstellend abgeschlossen“. Kundengewinne und deutliche Absatzsteigerungen im Energiegeschäft stimmten für 2021 zuversichtlich, heißt es in einer Erklärung.

Die Lockdowns hätten sich besonders auf die Besucherzahlen im Inselbad und in den Parkgaragen ausgewirkt. Das Inselbad musste einen Teil des Sommers geschlossen bleiben oder konnte nur unter starken Einschränkungen öffnen. So wurden etwa 50.000 Eintrittskarten weniger als in anderen Jahren verkauft. „Noch gehen wir davon aus, dass wir die schlechteren Zahlen aus den Lockdown-Monaten Januar bis Mai 2021 beim Baden und Parken ausgleichen können – vorausgesetzt, wir werden nicht durch eine vierte Welle nochmal gebremst“, wird Stadtwerke-Vorstand Christof Lange zitiert.

Die Stadtwerke hatten der Presseerklärung zufolge bereits mit einem herausfordernden Jahr gerechnet, „da etliche Umstellungen wie im Vertrieb und bei der Beschaffung erst greifen müssen“. Zum Teil sei die Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Vorjahr und gegenüber dem Plan auch aus dem Stromgeschäft entstanden. „Hier schlugen teilweise Altlasten zu Buche“, hieß es. Im vergangenen Jahr hätten die Stadtwerke den Vertrieb neu aufgestellt sowie neue Produkte und Leistungen wie die Ladeinfrastruktur vorangetrieben.

Erfreuliche Aussichten

Für das Jahr 2021 planen die Stadtwerke Landsberg mit einem ausgeglichenen Ergebnis: „Die Perspektiven insbesondere im Energievertrieb sind gut“, prognostizierte Lange. Die Presseerklärung sprach sogar von „erfreulichen Aussichten im Energiegeschäft“. Die Entwicklung bei den Kundenzahlen und im Stromabsatz, der 2020 seinen bisherigen Höchststand mit rund 55 Gigawattstunden erreichte, sei „mehr als positiv“. Auch die Kundenzahlen stiegen stetig, seit 2019 sogar um rund fünf Prozent beim Strom und um mehr als zwölf Prozent bei Gas. „Das zeigt deutlich, dass wir mit dem Kerngeschäftsfeld Energieversorgung auf dem richtigen Weg sind und unsere internen Neuerungen greifen“, so Christof Lange.

Schon jetzt sei der Energiedienstleister Exklusivpartner für Ladeinfrastruktur und Ladelösungen von mehreren Großkunden und Multiplikatoren aus der Region wie Banken, Autohäusern sowie Immobilienunternehmen.

Darüber hinaus entwickeln die Stadtwerke neue digitale Lösungen, um Hauseigentümer und Gewerbekunden rund um Energie zu unterstützen. „In einer Datenbank hinterlegen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zukünftig zum Beispiel Instandhaltungs- und Wartungstermine“, erklärte Gerald Nübel, technischer Vorstand der Stadtwerke. Das „erhöht die Effizienz und die Servicequalität“. Forciert werde im Unternehmen auch die Wärmewende, nach Aussage Langes „ein elementarer Baustein im Rahmen der Energiewende für den Klimaschutz“. Ziel sei es, die Stadt bei ihren Klimaschutzzielen möglichst gut zu unterstützen.

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