Vorsichtige Verpflichtungen

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Wohnraum für 1000 bis 1500 Personen soll auf dem Gelände der ehemaligen Pflugfabrik entstehen.

Landsberg – Der Entwurf für den Städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt Landsberg und Investor ehret + klein, der auf dem Gelände der ehemaligen Pflugfabrik bauen will, ist in Teilen offengelegt worden. Die Kernaussagen des Papiers: Es soll Wohnraum für 1000 bis 1500 Personen entstehen, dieser soll zu einem Teil sozial gebunden sein. Ein neuer Lechsteg dürfte gebaut werden und ein Teil der Gebäude auf dem Pöttinger-Gebiet bleibt wohl stehen.

Das Papier wurde dem KREISBOTEN auf Nachfrage vom Investor zur Verfügung gestellt, nachdem zuvor Finanzierungsdetails entfernt worden waren und die Stadt Landsberg an mehreren Stellen Schwärzungen veranlasst hatte. Das Datenschutzbestreben geht dabei inzwischen so weit, dass die Stadt sich selbst nicht als Vertragspartner zu erkennen gibt und ihre eigene Anschrift unkenntlich macht. 

Mehrere Stadträte, die den Vertragsentwurf inzwischen kennen, stören sich mehr an Formulierungen und Inhalten. „Das ist ein wachsweicher und in keiner Weise konkreter Katalog von netten Wünschen, mit dem nichts wirklich festgelegt wird“, so ein Gremiumsmitglied. 

Tatsächlich fällt auf, dass in dem Papier und im anhängenden Entwurf des Rahmenplans mit Verpflichtungen vorsichtig umgegangen wird. Mehrheitlich bleibt Interpretationsraum offen: Zur Altstadt soll es durch neues Gewerbe lediglich „keine starke Konkurrenz“ geben, der Radverkehr „soll“ optimiert werden und der Anschluss an den Stadtbus „sollte“ gesichert sein. 

Bei der Bebauungsdichte ist der Entwurf ungewöhnlich flexibel. Es werden ausdrücklich „keine Vorgaben“ gemacht, bei der Anzahl der Vollgeschosse legt man lediglich fest, sie „soll in der Regel maximal 4 betragen“. Mit der Veröffentlichung des Planentwurfes hat man sich Zeit gelassen. Das Papier ist vom 17. März datiert. In dieser Woche endete bereits die Abgabefrist für die „Massenmodelle“ für die künftige Bebauung.

Christoph Kruse

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