GALier und Grüne nominieren Standfest

Renate Standfest erste Kandidatin für Lutzenbergers Nachfolge

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Die erste Hürde auf dem Weg ins Uttinger Rathaus ist geschafft: (von links) Vorstandsmitglied Martin Erdmann, MdL Gabriele Triebel, Bürgermeister Josef Lutzenberger, Kandidatin Renate Standfest und Marcus von Jordan vom Kreisvorstand der Grünen.

Utting – Die Grünen sind landes- und bundespolitisch im Aufwind. Wird sich der Trend auch bei den Kommunalwahlen im nächsten Jahr fortsetzen? Zumindest in der Gemeinde Utting sind sich da Bündnis 90/Die Grünen und die Grüne Alternative Liste GAL ganz sicher. Sie schicken als gemeinsame Kandidatin für den Posten des Bürgermeisters Renate Standfest (52) ins Rennen. Bei der Aufstellungsversammlung in der „Jolle“ erhielt sie 36 Ja-Stimmen bei 37 wahlberechtigten Mitgliedern. Wie berichtet, tritt der „grüne Joe“ Lutzenberger nach zwei Legislaturperioden nicht mehr an.

Renate Standfest ist ein kommunalpolitisches Urgestein. Von 2008 bis 2017 war sie Gemeinderätin in Utting und Mitglied im Finanz- und Rechnungsprüfungsausschuss sowie Referentin für Schule und Volkshochschule. Aus beruflichen Gründen verließ sie das Gremium, in das sie jetzt als Chefin zurückkehren will. Ihre anderen Ämter behielt sie: Mitglied im Kreistag Landsberg (seit 2008), Mitglied im Kreisausschuss (seit 2014), Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Landkreis Landsberg (seit 2017) sowie Mitglied im Verwaltungsrat der Sparkasse Landsberg-Dießen (seit 2014).

„Seit vielen Jahren betreiben GALier und Grüne mit Bürgermeister und Mehrheitsfraktion eine solide, pragmatische und zuverlässige Kommunalpolitik“, sagte Standfest. Auf dieser erfolgreichen Basis wolle sie aufbauen, aber auch mutig neue Wege gehen: „Ich will für Utting eine nachhaltige Politik gestalten. Eine Politik, die nicht Grün, Schwarz oder Rot in den Fokus stellt, sondern all die Menschen, die sich in Utting engagieren und unser Dorf konstruktiv mitgestalten wollen.“

Standfest spüre eine unbändige Lust, sich hier im Ort einzubringen und unsere Natur und wunderbare Landschaft auch für die nächsten Generationen zu bewahren. „Ich möchte mich dafür einsetzen, dass wir auch in Zukunft gut in Utting leben und arbeiten können. Mit einem lebendigen Vereinsleben, einer Vielfalt von Kunst und Kultur und einer funktionierenden Dorfgemeinschaft. Und sie sprach natürlich die Dinge an, die auf den Nägeln brennen: Bezahlbarer Wohnraum ohne zu starke Verdichtung im Ort, Schaffung von Arbeitsplätzen mit neuen Gewerbegebieten, Hochwasserschutz, Ausweitung der Kinderbetreuung, Tagespflege für Senioren und Hilfsbedürftige, ein neues Jugendzentrum, Ausbau des Fuß- und Fahrradnetzweges, bessere verkehrliche Anbindung an Landsberg bis hin zu einem neuen Rathaus.

Die Kandidatin und auch Wahlleiter Marcus von Jordan vom Landsberger Kreisvorstand dankten in diesem Zusammenhang Bürgermeister Josef Lutzenberger für bislang elf Jahre beste Arbeit für Utting, auf die man aufbauen wolle.

Betriebswirtin Renate Standfest stammt aus München, lebt aber seit über 20 Jahren in Utting. Sie ist mit LAG-Manager Detlef Däke verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Sie arbeitete 13 Jahre bei BMW und machte sich 1999 als Organisationsentwicklerin selbständig. Als Mutter war sie in Utting im Elternbeirat von Kindergarten und Grundschule, gründete die Mittagsbetreuung sowie das Netzwerk Asyl und war Koordinatorin der Flüchtlingshilfe am Ammersee-Westufer.

Jetzt will sie sich als erste grüne Bürgermeisterin mit ganzem Herzen „dem Kleinod Utting“ widmen. Und dafür bat sie ihre Parteifreunde um Unterstützung. Wie das Wahlergebnis und der Beifall zeigte, wird sie diese auch bekommen. Eine andere grüne Powerfrau gratulierte als erste: Landtagsabgeordnete Gabriele Triebel drückt ihr die Daumen für den kommenden Wahlkampf. Renate Standfest kann es erst mal ruhig angehen, denn Kandidaten von anderen Parteien oder Gruppierung sind noch nicht in Sicht.

Dieter Roettig

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