Stark aufgestellt

Die Ausgezeichneten mit ihren Obermeistern bei der Freisprechung: Marie Fickler, Karin Gänsdorfer, Teresa Habersetzer, Maximilian Jakob, Christian Georg Purr, Josef Peter Schmelcher (vorne, von links), Karlheinz Dittler, Reinhard Schuster, Wolfgang Zeit und Michael Riedle (hinten, von links). Foto: Osman

169 Absolventen haben es geschafft: Sie erhielten bei der Freisprechungsfeier der Beruflichen Schulen Landsberg kürzlich ihre Abschlusszeugnisse und Gesellenbriefe. Damit ist laut Michael Riedle, dem stellvertre­- tenden Kreishandwerksmeister, „der allerwichtigste Schritt auf der Karriereleiter“ getan. Alle erfolgreichen Prüflinge dürften zuversichtlich in die Zukunft blicken, versicherte Riedle. „Fachkräfte werden dermaßen gesucht wie selten zuvor.“

Im Einzelnen schlossen 18 Friseure, neun Maurer und 15 Schreiner ihre Ausbildung erfolgreich ab, außerdem fünf Bank-, 21 Büro- und 31 Einzelhandelskaufleute, 24 Verkäufer, 15 Industriemechaniker, 16 Mechatroniker, neun Kfz-Mechatroniker und sechs Elektroniker für Geräte und Systeme. Alle, die eine Eins vor dem Komma ge­schafft hatten, wurden zudem mit dem Staatspreis beziehungsweise dem Besten-Preis der regionalen Banken ausgezeichnet. Lob gab es für die frisch gebackenen Fachkräfte auch von Landrat Walter Eichner. „Sie können stolz sein auf Ihre Leistung, für die Sie lernen und schwitzen mussten.“ Das starke Handwerk und der solide Mittelstand im Landkreis Landsberg böten gute Möglichkeiten zum beruflichen Fortkommen. „Wir haben ein tolles Mosaik und sind stark aufgestellt.“ Kreishandwerksmeister Ernst Höss belegte das mit aktuellen Zahlen. In Stadt und Landkreis Landsberg existierten derzeit 2149 Handwerksbetriebe mit 6600 Mitarbeitern und einer Wirtschaftskraft von 750 Millionen Euro. Jeder dritte Betrieb melde Vollauslastung. „Das Handwerk ist in Hochform und die wirtschaftliche Lage so gut wie zuletzt 1992“, berichtete Höss. Die Glückwünsche der Stadt überbrachte Bürgermeister Norbert Kreuzer. Bildung und Ausbildung seien ein Schatz, den man nicht geschenkt bekommt, um den zu bemühen sich aber lohne. „Lest, lernt, übt viel – das alles erweitert den Erfahrungsschatz und bereichert die Persönlichkeit“, riet Kreuzer den Absolventen. Auch Schulleiter Oswald Kurr warb dafür, dem beruflichen Bildungssystem nicht mit dem Tag der Freisprechung den Rücken zu kehren, sondern die Berufsoberschule (BOS) anzuvisieren. Die 2009 in Landsberg eingerichtete BOS ist bereits ein voller Erfolg. Im ersten Jahr mit 30 Schülern gestartet, umfasst sie heuer schon 100 Schüler in vier Klassen, „und im nächsten Jahr werden es sechs Klassen sein“, kündigte Kurr an. Der Landkreis Landsberg, so Kurr weiter, habe mit der Gründung der BOS ein sicheres Gespür für den richtigen Zeitpunkt bewiesen und seine Bildungslandschaft noch attraktiver gemacht. „Nicht in jeder Region hat man ein solches schulisches Angebot vor der Haustür wie in Landsberg.“ Ausgezeichnet: • Innungssiegerin Friseurhandwerk: Karin Gänsdorfer, Lehrbetrieb: Anna Wech-Köck, Amberg; • Innungssieger Schreinerhandwerk: Teresa Habersetzer, Apfeldorfer Möbelwerkstätte GmbH. • Innungssieger Zimmererhandwerk: Maximilian Jakob, Zimmerei Andreas Schuster, Weil • Ausgezeichnet für Prüfungsstück Dachstuhl: Christian Georg Purr, Zimmerei Höfle GmbH, Utting; Josef Peter Schmelcher, Zimmerer Wilhelm Koller, Weil. • Ausgezeichnet für Prüfungsstück Frisur: Marie Fickler, Salon Art-Hair Melanie Frei, Landsberg.

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