In drei Schlägen zum Ritterbock

Kaltenberg läutet die fünfte Jahreszeit ein

1 von 19
Geschafft mit nur drei Schlägen und ohne Überschwemmung! Stolz schwingt Geltendorfs Vize-Bürgermeister Robert Sedlmayr den Schlegel in Richtung der Prominenz beim Starkbieranstich auf Schloss Kaltenberg. In sicherer Deckung hinter dem Fass freuen sich (von links) Luitpold Prinz von Bayern, Reiner Bernhard und Johann Marx von der König Ludwig Schlossbrauerei.
2 von 19
Mit einem stimmungsvollen Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke auf Schloss Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" mit viel Prominenz eröffnet.
3 von 19
Mit einem stimmungsvollen Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke auf Schloss Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" mit viel Prominenz eröffnet.
4 von 19
Mit einem stimmungsvollen Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke auf Schloss Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" mit viel Prominenz eröffnet.
5 von 19
Mit einem stimmungsvollen Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke auf Schloss Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" mit viel Prominenz eröffnet.
6 von 19
Mit einem stimmungsvollen Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke auf Schloss Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" mit viel Prominenz eröffnet.
7 von 19
Mit einem stimmungsvollen Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke auf Schloss Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" mit viel Prominenz eröffnet.
8 von 19
Mit einem stimmungsvollen Starkbieranstich in der urigen Ritterschenke auf Schloss Kaltenberg wurde die "fünfte Jahreszeit" mit viel Prominenz eröffnet.

Kaltenberg – Drei Schläge brauchte Geltendorfs Vize-Bürgermeister Robert Sedlmayr in Vertretung des erkrankten Wilhelm Lehmann, um die Starkbierzeit der König Ludwig Schlossbrauerei offiziell zu eröffnen. Dann saß der Zapfhahn im Holzfass und der „Ritterbock“ konnte fließen. Gastgeber Luitpold Prinz von Bayern, Robert Sedlmayr und die Gebietsverkaufsleiter Reiner Bernhard und Johann Marx prosteten den Gästen zu und wünschten eine gesellige und friedliche „fünfte Jahreszeit“.

Nach der gemeinsam gesungenen Bayernhymne wurde das dunkle Bier im gemütlichen Teil ausgiebig getestet. Moderator und Gstanzlsänger Hubert Mittermeier bescheinigte Robert Sedlmayr ob seines Anzapf-Debüts „absolute Bürgermeister-Fähigkeit“. Da Wilhelm Lehmann im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl antritt, könnte der launige Spruch durchaus Realität werden. Zumal sich Sedlmayr den ganzen Abend intensiv mit Landrat Thomas Eichinger austauschte und sich Tipps holte. Weitere Promis am Ehrentisch von Prinz Luitpold: Bundestagsabgeordneter Michael Kießling und Ex-Multiminister Dr. Thomas Goppel. Landsbergs OB Mathias Neuner gesellte sich zwischendurch dazu, saß aber die meiste Zeit bei seinen Bürgermeister-Kollegen aus dem Landkreis. Ein ganzes Dutzend war der Einladung in die urige Ritterschenke auf dem Schlossgelände gefolgt.

Die Gemeindeoberhäupter mussten sich vom Humoristen- und Gstanzlsänger-Paar Hubert und Carolyn Mittermeier deftig durch den Kakao ziehen lassen. Man nahm dem Paar aus der Holledau aber das bei einem Starkbierfest übliche „Derblecken“ nicht übel. Selbst MdB Michael Kießling bekam wegen seiner „leuchtenden Platte“ einen spontanen Vierzeiler ab. Für die liebevoll-frechen Stehgreif-Gstanzl gab es viel Beifall. Wie auch für die Prittrichinger Blaskapelle, die den Abend musikalisch umrahmte. Nicht mit aufdringlichen Hauruck-Stücken, sondern mit dezenter konzertanter Blasmusik. Vorstand Markus Walch lud das Publikum für Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni nach Prittriching ein, wo die Blaskapelle ihr 50-jähriges Jubiläum groß feiern wird - natürlich mit Bier aus Kaltenberg.

Gastgeber Luitpold Prinz von Bayern wiederum machte auf das Veranstaltungsprogramm in Kaltenberg aufmerksam. Neben den Ritterspielen, die heuer zum 40. Mal stattfinden, freue er sich besonders auf das internationale Blasmusikfestival „Military Tattoo“ am 3. August. Beim Thema Bier ließ er kein gutes Haar an der Welle der modischen Craft-Biere und an den „norddeutschen Durstlöschern“. Bier sei für ihn immer noch ein Gemussmittel, in Bayern leider vom Kaffee auf Platz Zwei angedrängt. Natürlich lobte der Prinz seinen dunklen „Ritterbock“, der mit neun Prozent Alkoholgehalt zu den stärksten Bockbieren Bayerns zählt. Sein hoher Stammwürzegehalt mache ihn zu einem vollmundigen „Dreifach-Bock“ und die fünfmonatige Lagerzeit verleihe ihm eine besondere Ausgewogenheit.

Bis zur Karwoche ist die Hauptzeit der „flüssige Fastenspeise“. Vor Jahrhunderten haben die Klosterbrauereien die Starkbiere entwickelt. Während der strengen vorösterlichen Fastenzeit wurden den Ordensbrüder fünf bis zehn Liter (!) am Tag zugemessen. Diese „Zumessung“ stand übrigens später Pate für die Bezeichnung „Maß“. Heute ist man nicht nur wegen der Promillegrenze „maßvoller“...

Dieter Roettig

Auch interessant

Meistgelesen

59-Jähriger auf Baustelle von Betonmischer überrollt
59-Jähriger auf Baustelle von Betonmischer überrollt
Vermisster bei Mundraching nach einer Woche tot aufgefunden
Vermisster bei Mundraching nach einer Woche tot aufgefunden
Starke Nummer: Mit dem KREISBOTEN zu den Chippendales!
Starke Nummer: Mit dem KREISBOTEN zu den Chippendales!
Hund im Herkomer Park hat nicht Gift aus den Fallen gefressen
Hund im Herkomer Park hat nicht Gift aus den Fallen gefressen

Kommentare