"D’Würst san weg!"

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Bauer Ignaz (liegend) wehrt sich mit allen Mitteln dagegen, den Dieb stellen zu müssen. Die Familie kann es nicht fassen(v. l.): Seine Frau Kuni (Karina Harrer), Tochter Gabi (Laura Wagner), Magd Cilli (Maria Berger) und Nachbarssohn Anderl (Alexander Arnold).

Pflugdorf – Beim Starkbierfest der Musikkapelle Pflugdorf-Stadl sorgte nicht nur die TanzlMusi und die Blaskapelle für Stimmung, sondern auch die Theatergruppe. Im Pflugdorfer Bürgerhaus zeigte sie den Einakter „D’Würst san weg“. Im Anschluss feierten Musikkapelle und Besucher noch bis in die Nacht.

Vor der Eröffnung schaffte die Vorstandschaft zusätzliche Tische und Stühle herbei. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass heute so viele Besucher gekommen sind“, schwärmte Theresa Schneider, die erste Vorsitzende des Musikvereins. Mit traditioneller bayerischer Musik wie zum Beispiel dem G´föller-Marsch und dem Franziska-Boarischen unterhielt die fünf- köpfige Besetzung das Publikum. 

Nach einer kurzen Umbaupause öffnete sich der Vorhang für die Theatergruppe der Musikkapelle, die den Einakter „D´Würst san weg“ zeigte: Bauer Ignaz Wartbichler (Michael Drews) und sein Spezl Lukas Eckmoser (Josef Arnold) sinnieren schnapselnd über Eckmosers Karriere. Sie kommen zu dem Schluss, Eckmoser hätte beruflich nichts als Pech gehabt und schuld daran seien die Frauen gewesen. Nachdem in allen Speisekammern des Ortes die Räucherwürste verschwinden, engagiert der prahlerische Ignaz seinen Kumpel Eckmoser als Privatdetektiv, der sofort seine Recherchen aufnimmt. 

Seine erste Spur führt ihn zur älteren Magd Cilli (Maria Berger). Da seiner Meinung nach akute Fluchtgefahr bestehe, fesselt und knebelt Eckmoser die gebrechliche Magd mit seinem speckigen Schnäuztuch. Als ein bedrohliches Gewitter aufzieht, kommen Ignaz, seine Frau Kuni (Karina Harrer), deren Tochter Gabi (Laura Wagner) und deren Liebhaber Anderl (Alexander Arnold) in der Stube zusammen und befreien Cilli. 

Plötzlich sind Geschrei und heftiges Gepolter zu hören. Ignaz soll den vermeintlichen Dieb stellen, doch sein vorher selbst gepriesener Mut verlässt ihn jäh und er sträubt sich mit Händen und Füßen. Dafür ergreift Anderl die Initiative und verdient sich Gabis Hand durch eine List. Letztendlich stellt sich Ignaz Hofhund als Dieb heraus. 

Michael Drews ging wieder einmal voll auf in seiner Rolle und bewies Spontanität und Kreativität. Maria Berger und Josef Arnold sind treuen Starkbierfestbesuchern als überzeugende und authentische Dar- steller ans Herz gewachsen und so war bereits Beifall zu hören, sobald sie auf der Bühne erschienen. Daneben litten die Zuschauer sichtlich mit der geplagten Ehefrau Kuni, die Karina Harrer zum Besten gab. 

Im Anschluss nahm die Musikkapelle in ihrer großen Besetzung auf der Bühne Platz. Unter der Leitung von Andreas Grandl spielten sie traditionelle Blas- und Stimmungsmusik-Klassiker, zu denen die Besucher bis in die Nacht hinein schunkelten und klatschten.

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