Starke Premiere der "Riverkings"

Sie strahlten an diesem Samstagabend um die Wette, die Verantwortlichen und Spieler des HC Landsberg. Sie hatten das erste Eishockeyspiel der Vereinsgeschichte absolviert und sich achtbar aus der Affäre gezogen. Immerhin trotzte der Bezirksligist dem klassenhöheren Münchener EK ein 4:4 ab.

Sage und schreibe fast 400 Menschen wollten das erste Match der Riverkings sehen, die allerdings stark dezimiert antreten müssen. Zahlreiche Akteure waren noch im Urlaub oder nicht fit. So standen nur 14 Feldspieler zur Verfügung. Trotzdem bestimmten die Lechstädter zunächst die Partie – Mün- chen war nur durch Konter gefährlich. Aber die saßen. Zum Beispiel in der 8. Minute, als niemand auf Jaroslav Straka aufgepasst hatte. Der Slowake nahm freistehend einen Pass von Silvan Leeb dankend an und besorgte das 0:1. Erstes HCL-Tor Der HCL spielte bis zu diesem Zeitpunkt das schönere Eishockey und wurde dafür wenig später auch mit dem ersten Tor der Vereinsgeschichte belohnt. In Unterzahl liefen Christoph Hicks und Crispin Heringer den Münchenern auf und davon und Heringer verwandelte den Querpass sicher zum 1:1 (11.). Landsberg danach weiter spielbestimmend, die Schwarz-Gelben dafür unglaublich effektiv. Wieder ein Konter führte zum 1:2, als Tobias Knallinger ein Zuspiel von Silvan Leeb unter die Latte abfälschte (16.). Und wenig später sogar Gegentor Nummer drei. Diesmal vollendete Danny Schaarmann einen schnellen Angriff der „Luchse“ zum 1:3 (18.). Ausgerechnet die Münchener selbst brachten die Riverkings Anfang des zweiten Abschnitts wieder ins Spiel. Nach einem kapitalen Fehlpass lief Alexander Endress alleine auf das Gästetor zu und besorgte mit einem satten Schuss das 2:3 (24.). Dass die Landsberger allerdings noch viel zu trainieren haben zeigte sich genau vier Minuten später. In doppelter Unterzahl agierte das Team von „Topi“ Dollhofer viel zu offensiv – Silvan Leeb hatte daher freistehend keine Schwierigkeiten zum 2:4 einzuschieben. Der Landesligist schien die Sache sicher im Griff zu haben, hatte aber nicht mit dem unbändigen Willen der Landsberger gerechnet. Erst traf Michael Hess nach einem Abpraller zum 3:4 (38.), fünf Minuten vor Schluss narrte Matthias Hitzelberger in Unterzahl die komplette MEK-Abwehr und düpierte Keeper Christopher Müller zum 4:4-Endstand. Alexander Endress hätte sogar noch viel früher den Ausgleich besorgen können, scheiterte aber mit einem Penalty (48.). „Es war ein Wahnsinnsgefühl“, schwärmte im Anschluss HCL-Sportvorstand und Verteidiger Markus Haschka. „Die Arbeit hat sich richtig gelohnt“, meinte denn auch Kapitän Christoph Hicks. Denklingen verliert Weniger erfolgreich schlug sich am Freitag die SG Denklingen/EV Landsberg 2000 1b. Im ersten Test gab es gegen den Landesligisten SC Forst eine 4:6-Niederlage. Dennoch waren die Denklinger sehr zufrieden, hatten doch mit Werner Kößl, Daniel und Philipp Huber, Heribert Maier und Markus Kiening fünf Stammkräfte gefehlt. Dafür durfte Maximilian Winkler von den EVL-Junioren spielen. Die SG kam vor 20 Fans gut ins Spiel und hatte etliche Chancen. Allerdings sprang nur ein Treffer von Christian Gerum heraus, der in der 11. Minute einen Penalty zur 1:0-Führung versenkte. Danach zog die Mannschaft aus Forst das Tempo an, drehte bis zur Drittelpause das Spiel und schaffte Anfang des zweiten Abschnitts sogar das 1:3. Denklingen blieb aber dran. Erst machte Franz Kößl das 2:3 (32.), Helmut Kößl sorgte dann mit seinem Treffer zum 3:4 (46.) weiter für Spannung. Als Forst wenig später noch einmal traf, konnte Philip Gerstlauer in der 54. Minute erneut verkürzen. Allerdings waren die klassenhöheren Gäste doch eine Nummer zu groß und besorgten den 4:6-Endstand. Denklingens Coach Georg von der Saal nahm es nach vier Trainingseinheiten nicht ganz so tragisch. „Wir haben über lange Strecken gut mithalten können, Forst hatte sich das bestimmt leichter vorgestellt. Unser Manko war halt die Chancenverwertung.“ Wehrmuts- tropfen war allerdings der Ausfall von Thomas Glasow, der mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus musste. Je ein Testspiel Sowohl Denklingen als auch Landsberg bestreiten am kommenden Wochenende erneut ein Testspiel. Die SG spielt am Freitag zuhause gegen den ASV Dachau (20 Uhr), am Samstag trifft der HCL um 18.30 Uhr am Hungerbachweg auf den EV Fürstenfeldbruck.

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Tiefe Einblicke ins Landsberger Klosterleben
Tiefe Einblicke ins Landsberger Klosterleben
Geister steigen aus dem See
Geister steigen aus dem See
Passanten retten zwei Frauen aus brennendem Unfallauto
Passanten retten zwei Frauen aus brennendem Unfallauto

Kommentare