Ein starker Partner für die Region

Edeka Südbayern hat am Donnerstag mit dem ersten Spatenstich die Bauarbeiten für das neue Logistik­zentrum im Frauenwald offiziell gestartet. Auf dem rund 20 Hektar großen Areal südlich des Ilim Timber-Sägewerkes entsteht im ersten Bauabschnitt ein 43000 Quadrat­meter großes Lager- und Logistikzentrum. Mit einer Gesamtinvestition von knapp 100 Millionen Euro zählt es laut Geschäftsführer Hans-Georg Maier zu den größten Bauvorhaben der Edeka Südbayern. Bis zu 300 Arbeitsplätze werden entstehen.

Zusammen mit Oberbürgermeister Ingo Lehmann und Landrat Walter Eichner vollzog Hans-Georg Maier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Edeka Südbayern, feierlich den ersten Spatenstich. „Wir freuen uns, mit der Edeka Südbayern eine starken und verlässlichen Partner für die Entwicklung unseres Standortes im Frauenwald und der Region gewonnen zu haben“, erklärte OB Lehmann im Festzelt vor zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft. Der Spatenstich fächere sich für ihn in „viele großen Freuden“ auf: neue Arbeitsplätze direkt bei Edeka und indirekt im Umfeld, ein nicht unbeträchtlicher Erlös aus dem Grundstücksgeschäft, mit dem die Stadt investieren und Schulden abbauen kann, und auf lange Sicht eine „gute Gewerbesteuer“ als wichtige städtische Einnahmequelle. Erfreut zeigte sich der OB aber auch darüber, dass bei diesem Projekt sowohl im Stadtrat als auch in der Bürgerschaft „scharfe Konflikte“ ausgeblieben seien. Abschließend überreichte Lehmann die Baugenehmigung. Und scherzte: „Wir wollen ja nicht mit dem Spatenstich für einen Schwarzbau die erste Ordnungswidrigkeit begehen.“ Landrat Walter Eichner gratulierte den Edeka-Verantwortlichen zur Standortwahl. Er sieht dies auch als Bestätigung dafür, dass Stadt und Landkreis Landsberg den richtigen Weg eingeschlagen haben: „Unsere Politik vergleichsweise günstiger Gewerbeflächen sowie schnelle Ge­nehmigungsverfahren schaffen ein wirtschaftliches Klima, welches nicht zuletzt die Edeka Südbayern überzeugt haben dürfte, in unserem Landkreis zu investieren.“ Immer eng dabei Eichner erinnerte daran, dass er und seine Mitarbeiter bei der Standortsuche für ein Logistikzentrum seit 2006 „immer eng dabei“ gewesen seien – in Schwifting, Greifenberg, Penzing und Hurlach und natürlich Landsberg. Die Marktgemeinde Kaufering, die zuletzt vehement um Edeka gerungen und letztlich das Rennen gegen die Lechstadt verloren hatte, stand nicht auf der Liste des Landrates. „Wir freuen uns, dass wir jetzt mit dem Bau eines unserer wich­tigsten Projekte zügig beginnen können“, sagte Hans-Georg Maier. Er dankte der Stadt für den „partnerschaftlichen und unkomplizierten Umgang“ während der gesamten Planungsphase. So werde bei dem Bauprojekt einer umweltverträglichen Einbettung in das sensible Gebiet des Frauenwaldes besondere Aufmerksamkeit zuteil. In Abstimmung mit den Naturschutzverbänden sei be­reits die schützenswerten Population der „Kahlrückigen Waldameisen“ umgesiedelt worden. Das Logistikzentrum selbst wird unter anderem über eine Wärmerückgewinnung, Betonkern­aktivierung und eine Photovoltaikanlage verfügen. Maier kündigte an: „Wir werden nachhaltig umweltverträgliche Standards setzen.“ Bis zu 300000 Einzelhandelseinheiten täglich Ende nächsten Jahres möchte die Edeka Südbayern ihr neues Logistikzentrum im Frauenwald in Betrieb nehmen. Danach wer­den auf 43000 Quadratmeter Lager mehr als 300000 Paletten depalletiert und kommissioniert. Das teilautomatische Logistikzentrum dient laut Edeka-Sprecher Alexander Hippach der Belieferung von 500 Einzelhandelsgeschäften im Raum Mün­­chen, Schwaben und Allgäu. Das Investitionsvolumen von knapp 100 Millionen Euro beinhaltet Grundstück, Gebäude, Lagertechnik und Photovoltaikanlage. Das neue Logistikzentrum in Landsberg wird zukünftig die beiden Lager in Betzigau bei Kempten und Penzberg bündeln. „Diese werden dann aufgelöst und veräußert“, kündigte Geschäftsführer Hans-Georg Maier an. Am Standort Frauenwald sei die Erweiterung zu einem möglichen Zentrallager in 2013 vorgesehen. Auf dem 20 Hektar großen Areal ist ein nach Süden geöffneter u-förmiger Gebäudekomplex geplant. Das teilautomatische Lager ist in die Bereiche Trockensortiment und Frisch­wa­ren unterteilt. Im 24-Stunden-Betrieb können 18300 ver­schiedene Artikel gelagert und kommissioniert werden, davon allein im Frischelager 1600 Artikel und rund 700 verschieden Obst- und Gemüsesorten. Zwei der acht Bauabschnitte sind mit mehrlagigen Regalsystemen konzeptioniert und mit einer vollautomatischen Kommissionierungstechnik ausgestattet. Es handelt sich um die höchsten Gebäude: 31 Meter. Weiterhin gibt es Gebäudeeinheiten für Verwaltung, Pförtner, Werkstatt und Technik sowie Waschanlage und Tankstelle. Das Regionallager verfügt über eine eigene Wärmeerzeugungsanlage. Die Wärmenutzung erfolgt über die Gewerbekälteanlage, Niedertem­pera­tur­- wärme wird in Sprinklerbehälter eingespeichert, Hochtemperaturwärme in zusätzlichem Wärmespeicher als Erdeinbau. Zudem verfügt das Gebäude über eine Photovoltaikanlage. Sie ist auf 3,5 MW festgelegt und für 37000 Quadratmeter Dachfläche vorgesehen.

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