Ein starkes Drittel reicht

Ralph Crisan (links) blieb zwar ein Tor für den HC Landsberg verwehrt. Am deutlichen Resultat zugunsten des Tabellenersten änderte das jedoch nichts. Foto: Krivec

Nein, die angespannte Personallage wollte HCL-Kapitän Markus Haschka nach dem 9:2 (1:0, 5:0, 3:2) gegen die SG Bad Baiersoien/Peiting 1b nicht als Entschuldigung für die nur teilweise überzeugende Leistung hernehmen. „Im zweiten Drittel waren wir ja wirklich gut, aber so hätten wir eben auch weitermachen müssen.“ Zwar fehlten tatsächlich zahlreiche Spieler aus beruflichen Gründen oder verletzungsbedingt und so hatten die Riverkings nur 14 Feldspieler zur Verfügung, doch beim Gegner waren es sogar nur zwölf und dank ihrer guten Besetzung gingen die Landsberger als klare Favoriten in die Partie.

Doch die 120 zahlenden Zuschauer sahen zunächst einen Gastgeber, der sich gegen die SG unerwartet schwer tat. Baiersoien agierte vorne zwar meist harmlos, hatte aber immer wieder Erfolg damit, das Aufbauspiel des HCL zu stören. Da die Pässe nicht ankamen, entwickelte sich kein gutes Spiel und die Riverkings mühten sich mit einem 1:0 (V. Dollhofer) in die erste Pause. Obwohl der etatmäßige Coach Topi Dollhofer aus beruflichen Gründen fehlte, schienen dort die richtigen Worte gefunden worden zu sein. Die Landsberger hatten das Heft nun fest in der Hand, für die Gegner wurde die Partie nun teilweise deutlich zu schnell. Hitzelberger (23.) sowie Hannemann und Schiller mit zwei Treffern binnen elf Sekunden in der 28. Minute stellten schnell auf 4:0, Endres (37.) und erneut Hitzelberger (40.) sorgten für die Entscheidung noch vor der zweiten Pause. Mit der sicheren Führung im Rücken verfiel man allerdings wieder in den alten Fehler, zu früh den Fuß vom Gas zu nehmen und das Ergebnis nur noch zu verwalten. Als die Gäste das bemerkten, mobilisierten sie ihre letzten Kräfte und kamen prompt durch Haseidl zum 6:1 (43.). Da ihnen die Riverkings weiterhin großzügig Platz ließen, traf in der 54. Minute auch noch Bunge zum 6:2, nachdem HCL-Torhüter Falkenberger zuvor zweimal glänzend pariert hatte. Der war ob der mangelnden Defensivarbeit seiner Vorderleute so sauer, dass er seinen Schläger wütend ins Eck feuerte. Das zeigte dann doch noch einmal Wirkung, die letzten Minuten waren dann durchaus wieder sehenswert. Schon eine halbe Minute nach dem 6:2 schlenzte Zeck die Scheibe zum 7:2 ins Tor, kurz vor Schluss stellten Endres und Speckamp gegen die ausgepumpten Gäste den standesgemäßen Endstand her, mit dem auch die Tabellenführung in der Bezirksliga West verteidigt wurde. Da jedoch auch Denklingen/EVL 1b sein Spiel gegen Ulm mit 16:1 Toren gewann, liegt der HCL weiter nur dank des um acht Treffer besseren Torverhältnisses vor dem punktgleichen Konkurrenten. Zum nächsten Heimspiel gegen Lechbruck (Samstag, 18.30 Uhr), dem letzten bis 11. Dezember, sollten mehrere Stammkräfte, darunter Pepe Klemm, ins Team zurückkehren. Bei Michael Hess, der sich im Training an der Hand verletzt hatte, ist der Einsatz noch ungewiss, „aber ich hoffe, dass es wieder geht.“

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