Starthilfe für die Selbständigkeit

Das Thema Existenzgründung mit kompakten Informationen zu allen Fragen rund um die Selbstständigkeit – das ist die „Existenz 2010“, die am 20. März im Landsberger Landratsamt stattfindet. Infostände, Fachvorträge und Workshops sollen allen Interessierten bei der Gründung ihres eigenen Unternehmens helfen. Der An­drang dürfte groß sein, denn „für dieses Jahr erwarten wir eine regelrechte Gründerwelle“, sagt Harald Hof von der Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern.

Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises und der Handwerkskammer (HWK) für München und Oberbayern veranstaltet die IHK heuer bereits zum vierten Mal den Existenzgründertag in Landsberg. Die Themen, um die es in den Fachreferaten geht, reichen von der Wahl der richtigen Rechtsform über steuerliche Rahmenbedingungen und soziale Absicherung bis hin zum Inhalt und Aufbau eines Busi­nessplans. Außerdem wird es darum gehen, wie man Kunden findet und begeistert, welche öffentlichen Fördermittel Existenzgründer in Anspruch nehmen können und wie sie erfolgreich Finanzierungsver­hand­- lungen mit Banken führen. Ein weiterer Vortrag befasst sich mit dem Thema „Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit“. Nischen nutzen Viele, die ihren Job verloren haben oder um ihn bangen, sehen in der Selbstständigkeit die Rettung. Und das nicht zu Unrecht, so Harald Hof. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, in denen auch etablierte Unternehmen ins Schleudern kommen können, geraten die Märkte in Bewegung, und es tun sich Nischen auf, die Existenzgründer für sich nutzen können.“ Eine gute Geschäfts­idee allein ist jedoch noch kein Erfolgsgarant. Die Selbstständigkeit will gut vorbereitet und umfassend durchdacht sein. Außerdem seien Kontakte zu den richtigen Netzwerken und nicht zuletzt ein stabiles persönliches Umfeld wichtig, betont Hof. Denn so groß die Begeisterung am Anfang sein mag, so heftig kann auch die Enttäuschung ausfallen. 70 Prozent der Neugründungen scheitern in den ersten fünf Jahren, so die ernüchternde Statistik. Gründe dafür sind meist unzureichende Planung und Finanzierungsschwierigkeiten. Robert Hiebl, Betriebsberater bei der Handwerkskammer, rät Jungunter­neh­mern denn auch davon ab, ihr gesamtes Eigenkapital in den Betrieb zu stecken. „Wenn keine Sicherheiten mehr da sind, ist bei den Banken ganz schnell der Hahn zu“, so Hiebl. Gründerfreundlich Informationstage wie die „Existenz 2010“ gehören für Andreas Graf, im Landratsamt unter anderem zuständig für Wirt­- schaftsförderung, zum „gründerfreundlichen Klima im Landkreis“. Hinzu kommen die regelmäßigen Beratungsange­- bote von IHK, Handwerkskammer und den Aktiv-Senioren. All das und die attraktiven Strukturbedingungen machen die Region Landsberg zum begehrten Standort. „Der Landkreis liegt bundesweit auf Platz 41 der beliebtesten Wirtschaftsstandorte, bayernweit sogar auf Platz 23“, so Graf. Die „Existenz 2010“ findet am Samstag, 20. März, von 9.45 bis 16 Uhr im Landratsamt Landsberg statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Das ausführliche Programm kann auf der Internetseite der IHK eingesehen werden: www. muenchen.ihk.de, Menüpunkt Starthilfe & Unternehmensförderung > Unternehmensgründung.

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