Die Castings laufen:

Licht aus, Spot an!

+
Die ersten Improvisationen werden unter Anleitung der Theaterpädagogin Julia Andres (Mitte) gleich ausprobiert. Das Landsberger Jugendtheaterprojekt steht in den Startlöchern.

Landsberg – Ein schulübergreifendes Jugendtheaterprojekt wird es sein. Mit mindestens zehn Jugendlichen will Theaterpädagogin Julia Andres starten. Angefangen wird mit Improvisationen zu Begriffen. „Die werden aber nicht von mir, sondern von den Jugendlichen kommen“, konkretisiert Andres. Denn ihr geht es darum, die Ideen der Spieler aufzugreifen und sie vom Kleinen zu einem großen Ganzen zusammenzubauen. Um für solche Projekte geeignete Kandidaten zu finden, gibt es bekannterweise Castings. „Aber ich werde ganz sicher nicht sagen: Du darfst und du nicht“, beruhigt Andres. Denn jeder, der Lust hat, kann mitmachen. „Und ich verspreche, dass ihr viel Spaß haben werdet.“

An die Teilnehmer hat sie nur eine Forderung: „Wenn ihr euch entscheidet mitzumachen, erwarte ich, dass ihr regelmäßig zu den Proben kommt.“ Die finden vorerst immer freitags von 14 bis16 Uhr im Jugendzentrum statt. Andres will Jugendlichen die Möglichkeit zum Ausprobieren geben: Wie ist das, in andere Rollen schlüpfen, auf der Bühne im Scheinwerferlicht stehen, mit anderen gemeinsam etwas Großes erschaffen? Kostüm- und Bühnenbild werden von den angehenden Schauspielern selber entwickelt. Und natürlich auch das Stück. „Themen sollen die sein, die den Teilnehmern am Herzen liegen.“ Entstehen wird daraus ein abendfüllendes Stück, Premiere 2018 im Stadttheater.

Beim ersten Castingtermin stehen sechs Jugendliche in der Halle des Jugendzentrums Landsberg. Vorbereitete kurze Monologe werden gespielt – der erste Auftritt. Aber nicht für alle. Ein Teil der ambitionierten Jugendlichen stand schon mit Andres Mittelstufentheater am IKG auf der Bühne. Die „alten Hasen“ schlüpfen beim vorbereiteten Monolog schon in eine Rolle, agieren in großen Gesten, sprechen klar und deutlich. Die anderen sind Theaterlaien. Kleine Gesten, leises Sprechen. Doch das wird sich ändern. Und Andres fängt gleich damit an: Auflockerungsübungen, Kombinationen aus Sprache, Gestik und Wörter merken. Übungen, die Zusammenspielen erfordern.

Zu Beginn gibt es noch ein bisschen Gekicher, aber schon nach wenigen Minuten fällt auch von den „Theater-Frischlingen“ die Scheu ab. „Es geht darum, dass die Teilnehmer ein Gefühl für die Gruppe bekommen, dass sie sich aufeinander einlassen“, erklärt Andres. Danach kommen erste Improvisationen: zwei, die sich streiten, vier, die die drei Musketiere spielen und letztendlich ein sehr verbindlicher Sekundenkleber. Es wird viel gelacht, die Stimmung ist locker. Alle sechs wollen beim Projekt mitmachen. Andres möchte mindestens zehn Teilnehmer: „Dann hat jeder die Möglichkeit, sich einzubringen, kann sich aber auch zurückziehen.“

Am kommenden Freitag, 12. Mai um 14 Uhr findet das zweite Casting im Jugendzentrum Landsberg statt. Mit besonderem Appell an die Jungs. Denn die sind bisher stark in der Unterzahl.

Susanne Greiner

Auch interessant

Meistgelesen

Golf brettert Mercedesfahrer ins Bein
Golf brettert Mercedesfahrer ins Bein
Landsbergs Finanzen sind bald wieder "live"
Landsbergs Finanzen sind bald wieder "live"
Gabriele Uitz kandidiert als Bürgermeisterin
Gabriele Uitz kandidiert als Bürgermeisterin
Das war’s im Rathaus
Das war’s im Rathaus

Kommentare