Neubauprojekt in Utting

Auch an die Azubi-WG ist gedacht

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Schmucke Uttinger Holzfassaden werden die Häuser der neuen Schmucker-Siedlung mit 88 Wohneinheiten zu erschwinglichen Mieten zieren.

Utting – In seiner letzten Sitzung als Bürgermeister hat Josef Lutzenberger das finale Hakerl auf seine To-Do-Liste für das Leuchtturm-Projekt „Schmucker-Siedlung“ setzen können: Mit dem „Genehmigungsfreistellungsverfahren“ segnete der Ferienausschuss einstimmig den Bebauungsplan für 88 Mietwohnungen für Bürger mit mittleren und niedrigen Einkommen ab.

Für Lutzenberger war es ein höchst erfreulicher Abschluss seiner zwölfjährigen Amtszeit. Er hatte sich nämlich persönlich mit Vehemenz dafür eingesetzt, dass die Gemeinde aufgrund einer erlassenen Vorkaufssatzung das Schmucker-Gelände für den dringend benötigten sozial orientierten Wohnungsbau erwerben konnte.

Dass die Gemeinde Utting selbst als Bauherr auftritt, liegt am kommunalen Wohnraumförderungsprogramm des Freistaats. Für Grunderwerb und Bau gibt es 30 Prozent Förderung, dazu für 60 Prozent ein zinsgünstiges Darlehen. Letztendlich braucht die Gemeinde nur zehn Prozent Eigenkapital, was bei 20 Millionen Euro geschätzten Gesamtkosten zwei Millionen ausmachen wird.

Für die Realisierung hat Utting ein „Selbständiges Kommunal­unternehmen“ gegründet, das vom technischen Vorstand Thomas Behrendt und vom kaufmännischen Vorstand Florian Zarbo geleitet wird. Aufgabe des Unternehmens ist die „Planung, Errichtung, Modernisierung, Instandhaltung, Verwaltung und langfristige Vermietung“ der Schmucker-Wohnungen.

Wie mehrfach im KREISBOTEN berichtet, entstehen in zentraler Lage im Karree Landsberger-, Schondorfer- und Hechenwanger Straße 88 Wohnungen; alle mit Balkon oder Terrasse. 127 Stellplätze sind vorgesehen, davon 92 in einer Gemeinschafts­tiefgarage mit Einfahrt von der Landsberger Straße. Für Fahrräder stehen 120 Abstellplätze zur Verfügung.

Veranstaltungsräume sind rar in Utting. Darum hat man im Haus A an der Schondorfer Straße einen Gemeindesaal mit 82 Quadratmeter Fläche für rund 100 Personen geplant. Für kleinere Versammlungen kann der Raum mit einer Faltwand abgetrennt werden. Dazu kommen Nebenräume wie Garderobe, Büro, Lager, Küche und WCs. Um das Gemeinschaftsleben der neuen Bewohner zu fördern, wird es eine öffentliche Begegnungs- und Spielfläche geben.

Die Schmucker-Sieglung wird aus sechs Häusern mit je drei Vollgeschossen und schmucken Holzfassaden bestehen. Barrierefrei und teilweise Rollstuhlgerecht stehen zur Auswahl: elf Ein-Zimmer-, 32 Zwei-Zimmer-, 22 Drei-Zimmer-, 19 Vier-Zimmer- und vier Fünf-Zimmer-Wohnungen. Zwei Vier-Zimmer-Wohnungen sind für günstige Azubi-Wohngemeinschaften vorgesehen.

Das Bewerbe- und Vergabeverfahren für die begehrten Wohnungen hat noch nicht begonnen. Wenn es soweit ist, wird das auf der Webseite der Gemeinde veröffentlicht.
Dieter Roettig

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