Wagenrekord, gutes Wetter und tolle Stimmung

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Einen Ausflug ins alte Ägypten unternahm die Landjugend Weil – samt Sphinx und Mumie.

Landsberg – Ausnahmezustand in der Lechstadt: Der Landsberger Gaudiwurm am Lumpigen Donnerstag konnte mit 33 Wagen nicht nur einen Rekord aufstellen, die frühlingshaften Temperaturen lockten auch zahlreiche Besucher in die Altstadt. Nach gut zwei Stunden Umzug wurde auf dem Hellmairplatz, in Kneipen und Gaststätten sowie in den beiden Zelten auf der Waitzinger Wiese und der Bossewiese, laut Polizei, weitgehend friedlich gefeiert.

Filme wie „Black Swan“, Computerspiele – gleich drei Mal war „Super Mario“ vertreten – oder Märchen wie „Hänsel und Gretel“ oder „Schneewittchen“ gehörten wieder genauso dazu wie Comicfiguren. Aber auch „Après Ski“ nahmen sich gleich drei Gruppen als Motto für ihren Wagen.

Das Highlight im Landsberger Fasching

Etwas aus der Reihe tanzten da die „Pimp my Faschingswagen Crew Olching“, die sich mit einer imposanten Lokomotive dem „Steampunk“ verschrieben. Sprüche wie „Spielen Merkel&Trump Gott, bleibt uns leider nix als Schrott“ oder „Weltpolitik im Größenwahn ist Steampunk unser Notfallplan“ waren darauf zu lesen. Worin sie sich nicht von den anderen Wagen unterschieden: Von fast allen Wagen dröhnte nur ein Lied: „Johnny Däpp (Ich will Malle zurück)“ von Lorenz Büffel. Andere wiederum machten einen Ausflug in die Antike: So zog neben einem Trojanischen Pferd auch eine Sphinx durch die Altstadt.

Pünktlich um 13.30 Uhr machte sich der Gaudiwurm in der Von-Kühlmann-Straße auf den Weg über die Karolinenbrücke Richtung Hauptplatz. Durch die Herzog-Ernst-Straße wurde es wieder eng – so eng, dass die Flügel des gelben Flugzeugs von „Käpt‘n Balu und seine tollkühne Crew“ eingeklappt werden musste.

Durch Hinter- und Vorderanger ging es weiter, jedoch kam es hier wieder zum Stau. Viele Wagen ließen es sich außerdem nicht nehmen, vor der Bühne gegenüber des Historischen Rathauses ein bisschen länger auszuharren, damit die Jury um Oberbürgermeister Mathias Neuner genug Zeit hatte, ihr Urteil zu fällen. Dadurch wies der Gaudiwurm auf seinem Rückweg größere Lücken auf.

Nach gut zwei Stunden war der Umzug beendet. Zur Siegerehrung ging es heuer auf die Waitzinger Wiese. Dort verkündete OB Neuner die diesjährigen Gewinner: Die Steampunk-Truppe aus Olching darf sich über 1.000 Euro Preisgeld freuen. Auf Platz 2 landete die Jugendinitiative Scheuring mit ihrem „wir sind abgehoben“-Wagen samt Flugzeug und Stewardessen, Platz 3 nahm die Stadtmusikkapelle Schwabmünchen als „Guitar Heros“ mit riesiger Gitarre plus Verstärker mit nach Hause.

Bei den Fußgruppen wurden die Sieger aus den letzten beiden Jahren die Gruppe „Lady Gracha“ vom Thron gestoßen. Sie belegten in diesem Jahr Platz 2 mit ihren pinken Pferden der „Puder Rosa Ranch“. Den Sieg holte sich „Die Faschingsweiberei“ mit aufwändigen venezianischen Kostümen. Platz 3 ergatterten die „Lechruaner Überraschungs-Eier“.

Aus polizeilicher Sicht verlief der Lumpige Donnerstag bis zur Schließung der Zelte relativ reibungslos, so Polizeisprecherin Anita Graf. Erst im Laufe des späteren Abends und der Nacht sei es vermehrt zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen. Insgesamt sechs Körperverletzungen standen am nächsten Tag fest. Außerdem kam es zu Diebstählen und Betäubungsmitteldelikten.

Ein Problem, das immer wieder auftaucht sind die sogenannten Wildbiesler. Laut Graf wurden auch dieses Jahr wieder vermehrt Personen festgestellt, die außerhalb von Toilettenanlagen urinierten. Diese erwarte nun ein Bußgeld. 

Astrid Neumann

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