Stelzer bei 850-Jahr-Feier

Die Stelzer des Historienspiels „Licca Line“ dürfen im Juni kommenden Jahres wieder über den Landsberger Hauptplatz staken.

In einer außerordentlichen Sitzung haben die Mitglieder des Ruethenfestvereins am Donnerstag dem Vorschlag der Vorstands zugestimmt, das Stelzerspektakel „Licca Line“ anlässlich der 850-Jahr-Feier der Stadt Landsberg erneut zur Aufführung zu bringen. Die Risiken von Einnahmeausfällen durch schlechtes Wetter hofft man versichern zu können.

Im Juni des kommenden Jahres werden nach einem Beschluss des Ruethenfestvereins nocheinmal die Stelzer ihr eindrucksvolles Spektakel „Licca Line“ auf dem Hauptplatz aufführen. Insgesamt vier Vorstellungen wird es an zwei aufeinanderfolgenden Wochenen- den, jeweils um 21 Uhr, geben. Um allen Beteiligten ausreichend Vorbereitungszeit zu geben, wurden die nach den Pfingstferien liegenden Wochenenden 16. und 17. sowie 23. und 24. Juni als Termine für die Aufführungen gewählt. Mit diesem Beschluss löste der Verein bei den Kindern und Jugendlichen ein Versprechen vom Sommer ein, Gelegenheit für weitere Auftritte zu schaffen, nachdem ihre Vorstellungen während des Ruethenfests, bis auf die Premiereveranstaltung, buchstäblich ins Wasser gefallen waren. „Soviel Probeaufwand für nur ein Event“, sagt Tobias Wohlfahrt, 1. Vorsitzender des Ruethenfestvereins, diese Enttäuschung wollte man bei den Akteuren wieder gutmachen. Mit den Feierlichkeiten anlässlich des 850-Jahr-Jubiläums der Stadt war schnell eine neue Gelegenheit gefunden das Stelzerspektakel erneut zur Aufführung zu bringen; allerdings mit kleinen Änderungen: Die bemängelten „Längen“ werde es, bei einer Gesamtspieldauer von nun nur noch eineinhalb Stunden, nicht mehr geben, sagt Wohlfahrt. Außerdem wolle man mit der Beschränkung auf eine klar definierte Spielfläche (von der Herzog-Ernst-Straße bis etwas über den Rathausbereich hinaus) Problemen bei der Ton- und Lichttechnik begegnen. „Wenn sich das Geschehen auf diesen Bereich konzentriert und die Zuschauer, wie geplant, im Lechkieselbereich sitzen, gibt es nur noch eine Beschallungs- und Beleuchtungsrichtung“, erklärt Wohlfahrt. „Mit weniger technischem Aufwand werden wir ein besseres Ergebnis erzielen.“ Nach einer festen Zusage des städtischen Tiefbauamts, werde man mit dem Bauarbeiten auf dem Hauptplatz auf die Veranstaltung Rücksicht nehmen. „Es wird sich während dieser Zeit in dem Bereich nichts abspielen“, lautet das Versprechen der Verantwortlichen an den Vereinsvorstand. Die kalkulierten Kosten von rund 65000 Euro sind laut Wohlfahrt durch Fördermittel aus dem Kulturfonds Bayern mit 15000 Euro und einer Förderzusage der Stadt Landsberg in gleicher Höhe, weiteren 2500 Euro des Bezirks Oberbayern und einer Spende von 5000 Euro der Sparkasse Landsberg-Dießen zu zwei Dritteln abgedeckt, so der Vereinsvorsitzende. Auf der Suche sei man noch nach einem Versicherer, der das Risiko des Totalausfalls der mit 27200 Euro kalkulierten Einnahmen aus dem Kartenverkauf bei schlechtem Wetter abgedeckt. Eine gewisse Einnahmegarantie bestehe allerdings durch die Verteilung auf zwei Wochenenden. „Immer wird es ja wohl nicht regnen“, lautet das vorsichtig optimistische Motto der Veranstalter. Und: Die einzigartige Möglichkeit, das Ruethenfest, das sich ja als Kinderfest verstehe, mit dieser Aufführung auch jenen Kindern und Jugendlichen zu erschließen, die sich im traditionellen Festtreiben nicht „die Strumpfhosen überstreifen“, wolle man seitens der Vorstandschaft keinesfalls ungenutzt verstreichen lassen. Das sahen am Ende auch die Mitglieder des Ruethenfestvereines so und votierten mit großer Mehrheit dafür, die Stelzer im kommenden Sommer erneut über den Hauptplatz staken zu lassen.

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