Einmal ganz, ganz oben stehen

Großes Theater: Die Stelzer feierten 25-Jähriges

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Paraden, Geschichten, Workshop und großes Theater: Die Stelzer haben am Wochenende ihr 25-Jähriges gefeiert.
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Paraden, Geschichten, Workshop und großes Theater: Die Stelzer haben am Wochenende ihr 25-Jähriges gefeiert.

Landsberg – In luftiger Höhe gehen mag bei Hitze gar nicht so schlecht sein. Zum Beispiel wenn auf den Hauptplatz die Sommersonne knallt. Trägt man dabei allerdings Fellmütze, raumgreifende Kleider oder gar Smoking, ist Gleichgewichtssinn trotz Schwitzen gefragt. Dass die Mitglieder der jungen Stelzer darin Profis sind, zeigten acht Trainer und 21 Jugendliche am Wochenende. Mit Hauptplatzparade, Geschichtenerzählungen, Workshop und Theater.

Am Samstagmorgen herrscht Gedränge auf dem Hauptplatz: Da sind die Inklusionstage mit Ständen und Trommelgruppe. Da ist die Ruethenfestbühne. Und gleich starten die Stelzer mit der Feier ihres 25-jährigen Jubiläums. Ist da überhaupt genug Platz? „Das lag an den Märkten“, erzählt Wolfgang Hauck, neben Wolfgang Tietze und Peter Pruchniewitz Mitgründer der Gruppe „Die Stelzer“. Eigentlich waren die Inklusionstage für den Hellmair-Platz geplant – auf dem aber der Wochenmarkt stattfand, zurückgekehrt von der Waitzinger Wiese. „Wir kriegen das schon hin“, beschwichtigte Hauck. Und tatsächlich: die Altstadt gestaltete sich als ein Fest des Miteinanders.

Punkt elf Uhr schreiten die Stelzer in ihren Kostümen auf den inzwischen menschenvollen Hauptplatz: die vogelschnabligen Pulcinelli, Damen in Haute-Couture, andere mit neonfarbenen Roben aus Alltagsmaterialien, begleitet von Herren im Frack, andere mit Flügeln aus Tuch. In einer Choreographie stellen sich die einzelnen Gruppen vor – ein Augenschmaus, der Landsbergs Straßenfeste verzaubert.

Um souverän auf den bis zu 1,60 Meter hohen Stelzen laufen zu können, bedarf es Übung. Wie viel, das können Kinder und Jugendliche im Workshop im Rathausinnenhof austesten – bei dem sich auch ein paar Ältere in die Höhe wagen. Assistiert von jungen Stelzer-Profis stehen schon Fünfjährige ganz oben. Erst einmal sind kleine Schritte angesagt, trippeln, den Rhythmus gibt der Assistent am Boden vor. Erst reicht er noch die Hand, dann geht es alleine.

„Die Sechziger sind geil, da kannst du voll schnell mit rennen“, sagt ein noch recht junges Ensemblemitglied. Er meint die Stelzen, mit denen die meisten Anfänger starten, Fußhöhe sechzig Zentimeter über der Erde. Das geht hoch bis 1,60 Meter. Auch Stelzen haben Sohlen: Auf aufgeschnittenen Tennisbällen oder Motorradreifen geht‘s sich bedeutend leichter – und auch leiser.

Das Wichtigste beim Stelzen: Wenn man stolpert, weitergehen. Bleibt man stehen, fällt man hin. Ein Junge stürzt. Steht wieder auf. Macht weiter. „Die Kinder haben noch nicht so viel Angst wie Erwachsene“, sagt eine Mutter. Ihre 15-jährige Tochter ist ein Naturtalent. Schon nach einer halben Stunde geht sie rückwärts, schreitet wie ein Storch, kreuzt die Stelzen, tanzt im Dreierschritt. Hauck übt mit ihr das Fangen des langes Stützstabes – auch das kein Problem. Ein neuer Stelzer scheint geboren.

Bis man allerdings beim Theaterstück mitmachen kann, braucht es noch ein Weilchen. Wie versiert die jungen Stelzer einherschreiten, zeigen sie in „Gemeinsam stark“ am Sonntagabend auf dem Hauptplatz. Ein perfekt choreografiertes Stück über die bösen, kostümbildnerisch beeindruckenden Truden in schwarz, die die Hojemännlein gefangen nehmen. Doch die in hellen Bast gekleideten Amazonen können gemeinsam mit den restliche Hojemännlein die gefangenen befreien.

Ab dem 3. August treten die Stelzer mit dem Theater Wasserburg und dem Circus Boldini in „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ auf der Waitzinger Wiese auf. Sommertheater im Zirkuszelt! Karten gibt‘s beim KREISBOTEN.

Susanne Greiner

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