Damit der Reifen wieder rollt

Was war und was sein wird: Landkreis-Straßenbauamt zieht Bilanz

+
Noch ganz jungfräulich: der Straßenabschnitt zwischen Obermühlhausen bis zum Gruberberg nach Fertigstellung der Instandsetzung.

Landkreis – Schlaglöcher, Risse, Absenkungen nimmt man als Autofahrer immer dann wahr, wenn einem beim Fahren der take-away-Kaffee mal wieder über die Beine läuft. Dass Straßen zum Glück und notwendigerweise ausgebessert werden, merkt man hingegen erst dann, wenn die Umleitung nervt. Julia Haider, Abteilungsleiterin beim Staatlichen Bauamt in Weilheim für den Straßenbau im Landkreis Landsberg, zieht in einem Interview Bilanz und gibt einen Ausblick auf 2019.

Ist als Abteilungsleiterin Straßenbau für den Landkreis Lands­berg zuständig: Julia Haider

Oft dauern Baumaßnahmen ja länger als geplant und sind zudem noch teurer als prognostiziert. Wie lief das Jahr 2018 in „Ihrem“ Landkreis?

Haider: „Oft ist es in der Tat so, dass bestimmte Posten der Planung in der Ausführung teurer werden und teils auch länger dauern als angenommen, weil unter anderem bestimmte Aspekte oder Herausforderungen zu bewältigen sind, die vorher meist nicht absehbar waren. Sehr gefreut hat mich, dass zwei unserer Projekte im Landkreis Landsberg am Lech im abgelaufenen Jahr 2018 schneller abgeschlossen werden konnten beziehungsweise geringere Kosten hatten als ursprünglich geplant. Das war einerseits die St 2055, wo wir dank der guten Zusammenarbeit mit der Baufirma die Bauzeit um sagenhafte sechs Wochen verkürzen konnten; andererseits die geringeren Kosten der Fahrbahnerneuerung der Staatsstraße 2056 (Obermühlhausen bis Gruberberg). Ursprünglich war geplant, diese Maßnahme in drei Abschnitten zu bauen. Da wir diese sechs Kilometer Fahrbahnerneuerung allerdings in einem Durchgang ausführen konnten, sparte uns dies auch die Kosten für zusätzliche Baustelleneinrichtungen und Verkehrssicherung.“

Welche Bauvorhaben stehen für das Jahr 2019 bereits fest in Ihrem Kalender?

Haider: „Das sind derzeit drei an der Zahl. Zum einen die Ortsdurchfahrt von Dießen (Staatsstraße 2055), die zur Instandsetzung ansteht. Nachdem wir im Herbst 2018 die Instandsetzung der Fahrbahn westlich von Finning (Staatsstraße 2346) abgeschlossen haben, kümmern wir uns im neuen Jahr um den Fahrbahnabschnitt östlich von Finning.

Auf eine größere Erhaltungsmaßnahme für die Staatsstraße 2027 möchte ich noch hinweisen, die – nach heutigem Planungsstand – in den nächsten Jahren von der B 17 bei Kloster­lechfeld bis nach Kaltenberg instandgesetzt werden soll. Für das neue Jahr 2019 starten wir hier mit einem oder zwei Teilabschnitten. Ich bin sicher, dass noch weitere Maßnahmen dazukommen werden.“

Das sind die Planungs- und Straßenbauaktivitäten. Gibt es darüber hinaus weitere Leistungsfelder im Portfolio Ihrer Abteilung?

Haider: „Ja, durchaus! Denn die Abteilung Landsberg am Lech bietet für den Straßenbau innerhalb des Staatlichen Bauamts Weilheim ein Quartett an Dienstleistungen an, die sich wie folgt skizzieren lassen:

Da ist die laufende Dateneinspeisung in das sogenannte BAYSIS, das bayerische Straßeninformationssystem, sozusagen eine große Datenbank mit allen Informationen zu den Bundes- und Staatsstraßen. BAYSIS bildet das überörtliche Straßennetz des Freistaates Bayern und seine wesentlichen Eigenschaften ab. Es dient der Erfassung, Pflege, Auswertung und Bereitstellung straßenbezogener Fachinformationen. Baumaßnahmen, die das Staatliche Bauamt umsetzt, müssen auch digital erfasst und fortlaufend gepflegt werden. Diese zentrale Informationsplattform der Bayerischen Straßenbauverwaltung ist auch für jedermann im Internet zugänglich.

Die Dienstleistung Straßenverkehrszählung wird von allen Straßenbauabteilungen im Staatlichen Bauamt Weilheim genutzt, liefert sie doch die zentrale Grundlage für das wann was wie (aus)gebaut wird. Alle fünf Jahre werden neue offizielle Zahlen veröffentlicht. Mitarbeiter meines Teams sind aber jetzt schon dabei Daten für die Straßenverkehrszählung 2020 zu erheben. Die Ergebnisse der Vermessungen liefern die Grunddaten sowohl für die Planung als auch für den späteren Bau und Unterhalt unserer Maßnahmen.“

Bei Straßenbaumaßnahmen bleiben Eingriffe in die Natur oft nicht aus. Wie gehen Sie damit um?

Haider: „Stimmt, unsere Baumaßnahmen stellen stets zugleich Eingriffe in Natur und Landschaft dar. Wir kümmern uns um Ausgleich und Ersatz für bei Straßenprojekten benötigte Flächen. Meine Mitarbeiter im Bereich Landschaftsplanung flankieren sowohl Planungsprozesse als auch die jeweiligen Bauphasen, denn es gilt, unsere Flora und Fauna für künftige Generationen zu erhalten.“

Frau Haider, wir danken Ihnen für das Gespräch!

Auch interessant

Meistgelesen

250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
Neues Zuhause gesucht: Helfen Sie diesen liebenswerten Vierbeinern!
Neues Zuhause gesucht: Helfen Sie diesen liebenswerten Vierbeinern!
Ein Einkaufsparadies im Herzen der Altstadt Landsbergs
Ein Einkaufsparadies im Herzen der Altstadt Landsbergs
Dießens Tourist-Info ab Januar auf neuen Füßen
Dießens Tourist-Info ab Januar auf neuen Füßen

Kommentare