Strenge Disziplin bei den Ausgaben

Der Haushalt für die Marktgemeinde Dießen ist beschlossene Sache. Einstimmig ist er auf der jüngsten Sitzung Gemeinderates verabschiedet worden. Das Ge­- samt­volumen liegt bei 18, 94 Millionen Euro, das sind 2,09 Millionen weniger als im Vorjahr. Der Verwaltungshaushalt umfasst mit 13,18 Millionen gut 280000 Euro weniger als im Vorjahr, der Vermögenshaushalt für Investitionen 5,76 Millionen Euro – dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Minus von satten 1,81 Millionen Euro.

Wie im KREISBOTEN bereits berichtet, ist die Steuerkraft von 532,34 auf 641,97 Euro je Einwohner gestiegen, basierend auf dem Rechnungsergebnis von 2008. Auch die Umlagekraft ist von 6,75 auf 8,30 Millionen Euro nach oben geklettert. Diese Steigerung wirkt sich jedoch negativ auf den Haushalt 2010 aus. So erhält der Markt heuer nur noch 1,24 Millionen Euro Schlüsselzuweisung. Ein Minus von 621500 Euro. Auf der Ausgabenseite liegt die Kreis­umlage bei 4,28 Millionen Euro, das sind 836000 Euro mehr als im Vorjahr, obwohl der Kreisumlagen-Hebsatz lediglich von 51 auf 51,5 Punkte angehoben wurde. Auf der Einnahmenseite rechnet der Markt mit vier Millionen Euro aus Einkommens- und Umsatzsteuer. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation und negativer Prognosen eine vorsichtige Schätzung. Immerhin fehlen gegenüber den Ergebnissen der beiden Vorjahre hier durchschnittlich eine Million Euro. Somit kann die gesetzlich vorgeschriebene Zuführung vom Ver­waltungs- in den Vermö­gens­haushalt in Höhe der Tilgungsleistung (327000 Euro) nicht geleistet werden. Um den Haushalt 2010 zu finanzieren, werden neben dem Sollüberschuss 2008 von 676200 Euro noch 2,94 Millionen Euro aus den Rücklagen entnommen. Da­mit sind die Rücklagen fast bis auf die gesetzlich verlangte Mindestrücklage in Höhe von 150000 Euro aufgebraucht. Sechs Jahre ohne Ganze sechs Jahre kam die Marktgemeinde ohne Neuverschuldung aus, konnte gar ihre Verbindlichkeiten um 1,88 Millionen Euro reduzieren. Jetzt sieht der Finanzplan eine Neuverschuldung in den kommenden drei Jahren vor. Zum 31. Dezember 2009 stand die Gemeinde mit rund 2,66 Millionen Euro in der Kreide. Die Schulden für das Wasserwerk belaufen sich auf rund 3,99 Millionen Euro. Sie werden über den Wasserpreis von derzeit 1,13 Euro pro Kubikmeter finanziert. Mit Blick auf die Zahlen ist das erklärte Ziel des Marktes auch im Jahr 2010 eine strenge Ausgabendisziplin, damit die nach dem Haushaltsplan erforderliche Rücklagenentnahme nicht in vollem Umfang in Anspruch genommen werden muss, betonte Bürgermeister Herbert Kirsch zusammenfassend.

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