Strom für die Bauwagen-Crew?

Es war lediglich ein Antrag für einen Stromanschluss für einen Bauwagen, doch daraus ist am Freitag im Gemeinderat eine Grundsatzdiskussion entbrannt. Generell ging es um die Unterstützung solcher Einrichtungen.

„Wir haben eigentlich alles, auch Jugendräume, warum stellen sie keinen Antrag an die LEW“, wollte Gemeinderat Franz Löffler wissen. Er hat generell nichts gegen Bauwagen, allerdings stört ihn, dass die Gemeinde die Zeche bezahlen soll, zumal die Einrichtungen, seiner Meinung nach, auf Privatgrund stehen. Bürgermeister Leonhard Wörl hielt dagegen, dass mit dem Antrag ja nicht enthalten sei, wer die etwa 1000 Euro bezahlt, wenngleich sich der Rathauschef dafür aussprach die Kosten zu übernehmen. Martin Wolzmüller betonte, man habe „eine sozialpolitische Aufgabe zu erfüllen, auch wenn einem das nicht immer gefallen mag, was bei solchen Treffen passiert“. Vielmehr ging die Diskussion aber über die Folgen, sollte es Schwierigkeiten mit der Einrichtung „Bauwagen“ geben. Eine rechtliche Grundlage gibt es dafür nicht, sondern lediglich ein „Konzeptpapier“, das eine Arbeitsgruppe für den Landkreis erarbeitet, erklärte 2. Bürgermeister Ferdinand Holzer. Zusammenfassend heißt es darin unter anderem, dass das Landratsamt einen Bauwagen oder eine Hütte nur dann billigt, wenn es auch die Gemeinde tut. Für Rätin Maria Berchtold ist das allerdings zu wenig, schließlich müsste es ja für jede Einrichtung einen Ansprechpartner geben. Außerdem könne es nicht sein, dass die Gemeinde die Folgekosten übernimmt. Bürgermeister Wörl versuchte zu beruhigen, denn einen Ansprechpartner zu finden sei nicht das Problem. Was die Folgekosten betrifft, sei der Gemeinderat dafür zuständig. „Ihr entscheidet", so der Rathaus­chef abschließend. Mehrheitlich sprachen sich die Ratsmitglieder dafür aus, den Strom­an­- schluss zu gestatten – allerdings nicht zu Lasten der Gemeinde.

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