Die Suche geht weiter – Standortsuche fürs Apfeldorfer Gewerbegebiet gestaltet sich schwierig

Die Gemeinde Apfeldorf ist auf der Suche nach einem Standort für ein Gewerbegebiet – doch wo dies entstehen könnte, darüber besteht noch Uneinigkeit zwischen der Gemeinde und dem Landratsamt. Während Bürgermeister Georg Epple sich wünschen würde, das Gewerbe weiter außerhalb des Dorfes anzusiedeln, favorisiert man in der Landsberger Kreisbehörde wohnortnahere Standorte.

Bis jetzt sei man zu keiner Einigung gekommen, teilte der Bürgermeister jüngst im Gemeinderat mit. Und zeigt sich zuversichtlich: „Wir werden sicher noch einen Weg finden.“ Möglicherweise könne man im Frühjahr zu einem konkreten Ergebnis kommen. Die Gemeinde müsse den Gewerbetreibenden eine Lösung anbieten – „sonst gehen sie woanders hin“, befürchtet der Rathauschef. Arbeitsplätze in der Nähe seien erwünscht. Allgemein stelle sich die Frage, ob ein reines Gewerbegebiet oder nur ein bedarfsgerechtes geschaffen werden solle, erklärte der Bürgermeister. Im Falle eines reinen Gewerbegebiet müsste die Gemeinde eine Vorfinanzierung leisten, bei einem bedarfsgerechten nicht. Bei letzterer Lösung müsste man sich aber fragen: „Was tut man, wenn der nächste kommt?“ Deshalb hielt Epple es für realistisch, Flächen von etwa 3000 bis 5000 Quadratmetern „in Reserve“ zu haben, falls weitere Firmen künftig Bedarf an-melden sollten. Schwierig gestalte sich jedoch die Suche nach einem geeigneten Standort. Wie Epple jetzt mitteilte, habe das Landratsamt es als aussichtslos bezeichnet, nahe der Kläranlage Gewerbe anzusiedeln. Denn hier komme man nicht nur mit Natur- und Vogelschutz in Konflikt, sondern auch Bodendenkmälern, die gar im Flächennutzungsplan eingetragen seien. Richtung Birkland, wo der Bürgermeister sich um einen Standort bemüht hatte, habe das Landratsamt „größte Bedenken“. Dort sei ein Landschaftsschutzgebiet. Architekt Martin Hofmann hat inzwischen Vorschläge für diverse alternative, wohnortnähere Standorte ausgearbeitet, darunter in der Stellaich, an der Breite und im Kapellenfeld unterhalb der Hüttenleiten. Den Standort an der Breite, er befindet sich direkt gegenüber der Wohnbebauung, fanden mehrere Räte als nicht ideal, da sich dieser zu nah am Dorf und an den Privathäusern befinde. Epple meinte, man dürfe nicht „auf die Schnelle eine Entscheidung treffen“. Daher müsse sich die Gemeinde Gedanken darüber machen, ob vielleicht nicht noch ganz andere Standorte in Frage kämen.

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