Neue Corona-Fälle: 13 plus 1 Mutation

Corona-Mutation in Landsberg: Südafrikanische und Britische Variante bestätigt

Corona-Mutationen im Landkreis Landsberg
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Corona-Mutationen breiten sich im Landkreis Landsberg. (Archivfoto)

Landkreis – Die Corona-Mutationen breiten sich zwischen Lech und Ammersee weiter aus. Wie aus dem Landrats­amt gestern zu verfahren war, hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) insgesamt 13 Infektionen mit der südafrikanische Variante (B.1.351) bestätigt – nach erfolgter Sequenzierung.

Wie im KREISBOTEN berichtet, waren Ende Januar in einer kleineren Gemeinschaftsunterkunft für Asylvewerber bei neun Bewohnern Corona-Infektionen festgestellt und die erforderlichen Maßnahmen umgesetzt worden. Am vergangenen Montag bestätigte das LGL dem Gesundheitsamt, dass es sich bei sieben Personen um die südafrikanischen Mutation handle. Zusätzlich sei der Nachweis auch bei einem „engen Kontakt von außerhalb der Einrichtung“ erfolgt, berichtet Landratsamtssprecher Wolfgang Müller.

Alle Kontaktpersonen im Umfeld der Gemeinschaftsunter­kunft seien bereits mit Bekanntwerden des ersten Falls und seit 19. Januar in Quarantäne. Wie berichtet, sorgte dieser Fall für die zwischenzeitliche Schließung des Buchloer Krankenhauses. Müller: „Infektions­schutzmäßig ergeben sich durch die Bestätigung der Fälle erst Mal keine unmittelbaren Auswirkungen. Insgesamt seien aus dieser Personengruppe zwei Erkrankte aufgrund ihrer Verläufe stationär im Krankenhaus behandelt worden.

Die südafrikanische Variante ist inzwischen auch in einer „Wohngemeinschaft für Senioren mit Heimcharakter“ nachgewiesen. Bei vier Bewohnern und einer Mitarbeiterin, wie das staatliche Labor mitteilte. Am 26. Januar waren in der Wohngemeinschaft für Senioren mit Heimcharakter zehn Bewohner positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden und im weiteren Verlauf bei acht Mitar­beitern.

Kind erkrankt

Für reichlich Aufregung sorgte ein Fall in einer ambulanten Gemeinschaftseinrichtung im Landkreis. Inzwischen nachweislich war dort ein Kind mit der britischen Variante B.1.1.7 erkrankt.Es sei inzwischen wieder aus der 14-tägigen Quarantäne entlassen, sagt Müller, und habe keine Symptome gezeigt. Die Gruppe sei in der Folge geschlossen worden. Beruhigend: Bei allen Reihentests im Umfeld seien keine weiteren positiven Ergebnisse mehr festgestellt worden.

Bereits bei Verdachtsfällen von Infektionen mit einer Coro­na-Virus­variante würden alle erforderlichen Maßnahmen durch das Gesundheitsamt getroffen, beteuert Behördensprecher Müller. Die Infektionsschutz­maß­nahmen, wie etwa eine sorgfältige und rasche Identifikation enger Kontaktpersonen seien dabei die gleichen, wie bei jedem anderen Fall. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme sei bereits bei Vorliegen von Verdachts- wie auch bestätigten Fällen eine sonst übliche Verkür­zung der Quarantänedauer von 14 auf zehn Tage nicht möglich. Ergänzend erfolgt bei Indexfällen vor dem Ende der Isolation eine zusätzliche Untersuchung.
Toni Schwaiger

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