40. Süddeutscher Töpfermarkt

Deko und Kunstobjekte aus aller Welt

+
An der Saint-Laurent-Du-Var-Promenade mit Blick aufs Lechwehr lässt es sich gut aushalten: Der 40. Süddeutsche Töpfermarkt stellte Gäste, Organisatoren und Aussteller zufrieden.

Landsberg – Bei Traumwetter reihten sich vergangenen Samstag rund 70 Stände entlang der St.-Laurent-du-Var-Promenade aneinander. „Bis auf den letzten Meter ausgeplant“, sagt Harald Busse, der die Betreiber des Süddeutschen Töpfermarktes sorgfältig ausgewählt hatte. Viele Stände waren alte Bekannte, aber auch neue Gesichter grüßten zum 40-jährigen. Auf der Tageskarte standen Fisch, Auszogene, Bier und Kaffee aus der roten Ape. Die Kapelle spielte und zum Abkühlen stellte man sich einfach in den Lech.

Unter anderem aus Olching, Berlin oder Budapest reisten die Aussteller an. Italien war mit Ravenna, Verona und Genzano di Roma vertreten. Ihr Repertoire reichte von Gebrauchsgegenständen über Deko bis hin zum Kunstobjekt. „Der Umsatz könnte noch ein bisschen anziehen“, hofften einige Standbetreiber noch am Samstagabend. Sie befürchteten, dass das gleichzeitig stattfindende Stadtfest die Gäste auf der anderen Lechseite festhalten könnte. Tatsächlich war der Hauptplatz nachmittags proppenvoll. Doch ob das Stadtfest Besucher vom Töpfermarkt abzieht oder doch insgesamt mehr Publikum in die Lechstadt lockt und damit den Töpfermarkt sogar bereichert – schwer zu sagen.

Am Samstagvormittag zog zum 15. Mal die Adam-Vogt-Preisjury über den Markt. Neben Oberbürgermeister ­Mathias Neuner, Kulturamtsleiterin ­Claudia Flörke und Marktreferent Hans-Jürgen Schulmeister beurteilten auch Silvia Großkopf vom RBK sowie Heidi ­Welnhofer von der Künstlergilde die Töpferwaren. Jeweils ein Werk der Kategorien „experimentell“, „modern“ und „traditionell“ prämierte das Gremium mit 200 Euro. 

Nach längerem Rundgang standen Gewinner fest. Stefan Motzke aus Hohenwart wurde für seine moderne Standvase in Aufbautechnik ausgezeichnet. „Eine Sauarbeit“, lacht er. Den „traditionellen“ Preis räumte ­Barbara ­Ehrengruber aus Irsee für ihren Brottopf ab. Und „experimentell“ hatte Hans Peter aus Olching den besten Beitrag abliefert – eine Rakubrand-Vase. Sie war im Kapselbrand in einer Brenngrube entstanden: „Man weiß nie, was in der Kapsel passiert. Aber mit den richtigen Zutaten kommt was dabei raus.“ Peter erhielt den Preis schon zum dritten Mal. Und schenkte sein Werk der Stadt.

Töpfermarkt am Limit

Mit der Organisation sind die Standbesitzer sehr zufrieden. Marktreferent ­Hans-Jürgen Schulmeister besuchte jeden Stand einzeln. Bedankte sich bei den Ausstellern auch dafür, „dass Sie die mageren Zeiten mit uns durchgestanden haben“. „Eine schöne Geste“, fand ­Peter Schmidt von Keramik im Salzstadel.

Christoph Zerle vom Ordnungs- und Marktamt ist inzwischen ein „alter Hase“, was den Töpfermarkt angeht: „Alles bestens hier.“ Auch wenn er dieses Jahr ohne die Hilfe seiner Kollegin Katharina Britzger auskommen musste, die zum Personalamt gewechselt hatte.

Nach der Sonne suchten die Gäste am Sonntag vergeblich. Selbst Nieselregen hielt die Besucher aber nicht vom Töpfermarkt fern. „Die Leute haben sich unter Schirme gesetzt und uns weiter zugehört“, sagt Ralf-P. Hazebrouck von der 12th Street Jazz Connection, die ihre Gäste zum Frühschoppen unterhielt.

Insgesamt war sogar mehr Betrieb als am Samstag, sodass die Aussteller mit dem Umsatz zufrieden waren. Einen zusätzlichen Markttag schon am Freitag brauche es deshalb auch künftig nicht, so die Einschätzung von Schulmeister.

Susanne Greiner

Auch interessant

Meistgelesen

Rational spendet dem BRK Landsberg 21.000 Euro
Rational spendet dem BRK Landsberg 21.000 Euro
Weltpolitik im Cord-Hüdli
Weltpolitik im Cord-Hüdli
"Hiermit stelle ich das LTG 61 außer Dienst"
"Hiermit stelle ich das LTG 61 außer Dienst"
Landsberg protestiert gegen höhere Kreisumlage
Landsberg protestiert gegen höhere Kreisumlage

Kommentare