Superspannendes Finale

Es ist vollbracht und Christian Eisen (18) wird zum Dank für sein 20:18-Tor erst mal kräftig geherzt. Foto: Krivec

Da mussten die Handballer des TSV Landsberg viel Geduld aufbringen, bis sie den Sieg gegen den TSV Unterhaching in der Tasche hatten. In der Landesliga nach 18 Minuten nur drei Tore erzielt zu haben, kann einen Handballer schon nervös machen. Aber mit einer nie nachlassenden Moral und geschlossenen Teamleistung erarbeiteten sich die Jungs von Hubert Müller in einer spannenden Schlussphase noch einen verdienten Erfolg.

Beide Teams begannen mit Volldampf, da gab es kein Abtasten – man kennt sich ja bestens. Landsberg stand in der Abwehr gut und störte früh die Abläufe der Gäste. So hatten diese nach einer viertel Stunde auch nur fünf Treffer erzielt, das sprach für die Abwehr. Das Problem war aber heimische Angriff. Immer wieder erspielte man sich gute Chancen, brachte den Ball aber einfach nicht im Tor unter. Es fehlten den Würfen oft Präzision und teilweise die Wucht, um den Gästekeeper zu überwinden. Dann kam es im Landsberger Angriffsspiel auch noch zu Ungenauigkeiten, die die Gäste zu erfolgreichen Gegenstößen nutzen. Beni Kobold übernahm nun den Platz im Landsberger Tor und er kam mit den Würfen der Gegner besser zurecht. Nach einer roten Karte Unterhaching verkürzten die Gastgeber mit geduldigem, konsequentem Spiel bis zu Pause auf 7:10. Die Partie war offensichtlich noch nicht entschieden. Die Landsberger steigerten sich in der zweiten Hälfte weiter, die Abwehr stand immer sicherer und ließ den Gästen kaum Gelegenheiten zum Wurf. Im Angriff traf man jetzt etwas besser und konnte in 42. Minuten den von den Zu­schauern um­jubelten Ausgleich feiern und ging dann auch gleich in Führung (13:12/44.). Aber Unterhaching hielt dagegen und konterte. Jetzt taten die in dieser Phase verworfen zwei 7-Meter den Landsbergern natürlich besonders weh. Aber auch davon ließen sie sich nicht verunsichern, sondern spielten und kämpften weiter. Es kam zu einem dramatischen Finale. In der 58. Minute fiel der Treffer zum 19:17, dann zwei Minutenstrafe für Landsberg, also bis zum Schluss in Unterzahl, Unterhaching gelingt der Anschlusstreffer zum 19:18, noch 15 Sekunden zu spielen, Landsberg im Ballbesitz, jetzt bloß keinen Ballverlust. Aber wieder behielt das Team die Nerven und spielte Christian Eisen schön frei, so dass er sicher zum 20:18-Endstand verwandeln konnte; die Halle tobte. „Unterhaching ist ja heute nach ihrer Siegesserie der letzten Wochen mit breiter Brust hier angetreten, da haben wir zu jedem Zeitpunkt gut dagegen gehalten. Die Moral und die mannschaftliche Geschlossenheit war wirklich bemerkenswert,“ lobte Trainer Hubert Müller Im nächsten Spiel geht es zur HSG Kirchheim/Anzing, immer ein schwerer unbequemer Gegner, der aber auch nicht unbezwingbar ist.

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