"Sympathischer Sport" – Polo am Ammersee

Wenn Ende August sechs international besetzte Poloteams, mit mehr als 100 Pferden zum Nissan Cup in Schwifting eintreffen, wird aus dem oberbayerischen Dorf wieder eine Pilgerstätte für alle Pferdesportbegeisterten. Neu in diesem Jahr: Das Turnier wird heuer über zwei Wochenenden ausgetragen, vom 28. bis 30. August und 4. bis 6. September. Durch den Spielmodus „Jeder gegen Jeden“ wird es somit auch klassische Endspiele am Finalwochenende zu sehen geben.

Zum anderen haben sich die Organisatoren im Poloclub Landsberg-Ammersee (PCL) dazu entschieden, das Teamhandicap zu erhöhen, und zwar von 0 bis +4. Bislang war das Süddeutsche Poloderby um den Nissan Cup der Klasse von -2 bis +2 vorbehalten. „Durch diese Veränderung ermöglichen es die Regularien, dass erstmals auch höher gehandicapte Spieler teilnehmen können“, erläutert PCL-Präsident Dr. Günter Kiesel. „Wir freuen uns daher sehr, dass Spieler wie Patricio Geynor oder Ignacio Garrahan, beide argentinische Profis mit Handicap +4, mit ihren Teams in Landsberg spielen werden.“ Das bedeute für die Zuschauer eine neue, höhere Qualität in den Teams und noch spannendere Partien. Mit dabei auch wieder Schauspieler Heino Ferch und seine Frau Marie-Jeanette. Sie spielen heuer sogar in einem „astreinen Landsberger Team“, zusammen mit Marco Kiesel und Dr. Günter Kiesel. Dass sich Mannschaften innerhalb eines Clubs bilden ist im Polo eher selten anzutreffen. Ist es in der Regel auch meist schwierig, denn aufgrund der Einzelhandicaps der Spieler und der Vorgaben bei den Teamhandicaps pro Turnier, müssen sich in der Regel stets neue Spielerkonstellationen bilden. „Das macht es aber letztendlich auch ein stückweit aus, dass man immer in anderen Konstellationen von Sportlern zusammenspielt“, weiß Marie-Jeanett Ferch. So müsse man seine eigene Spielweise stets auf die Situation im Team anpassen und verändern. „Dabei lernt man natürlich permanent weiter.“ Wer schon einmal ein Poloturnier in Schwifting bei Landsberg erlebt hat weiß, dass sich die Veranstalter die größte Mühe geben, Spielern und Zuschauern eine Veranstaltung zu bieten, die anderen großen Poloevents in Nichts nachsteht. Den familiären Charme der Turniere zwischen Lech und Ammersee verlieren die Organisatoren dabei nie aus den Augen, schließlich möchte man den Polosport „sehr sympathisch und nicht schicki-micki“ zeigt. „Der Sport steht im Vordergrund“, betont PCL-Präsident Kiesel. Weitere Infos zum Turnier, zu den Teams und den Spielzeiten unter www.polo-landsberg.de.

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