110 Jahre im Dienste der Natur

+
Am „Tag der offenen Gartentür“ haben interessierte Besucher die Möglichkeit, eine Führung durch den Herkomer-Park mitzuerleben. Außerdem stehen an diesem Tag die Tore von neun Privatgärten im ganzen Landkreis offen.

Landsberg – Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege hat heuer durchaus Grund zur Freude: Der fast 8000 Mitglieder zählende Verband feiert nicht nur sein 110-jähriges Jubiläum, sondern beteiligt sich außerdem mit neun Privatgärten am „Tag der offenen Gartentür“.

Mit dem Apell weiterzumachen, begrüßte der Vorsitzende Herbert Feyrsinger die Mitglieder bei der Versammlung im Sitzungssaal des Landratsamtes. Immerhin gehöre der Gartenbau zu den liebsten Hobbies der Deutschen, betonte er. Nicht ohne Stolz verwies Feyrsinger auf das bald 110-jährige Bestehen des Verbandes. Auch der stellvertretende Landrat Peter Ditsch freute sich an dem „Festabend“ über „elf Jahrzehnte erfolgreiche Arbeit im Dienste der Natur“. Das sei schon etwas besonderes, wenn ein Verein so alt wird. 

Neben den zahlreichen Projekten des Verbandes, steht in diesem Jahr wohl vor allem der „Tag der offenen Gartentür“ im Mittelpunkt. Alle drei Jahre beteiligen sich der Kreisverband und der Landkreis gemeinsam an dieser Veranstaltung. Mit neun Privatgärten, die ihre Tore öffnen, und dem Herkomer-Park sei man „Spitzenreiter in Oberbayern“, so Feyrsinger. Am Sonntag, 29. Juni, öffnen Gärten in Dettenschwang, Holzhausen, Igling, Kaufering, Ramsach und Reichling ihre Pforten für interessierte Besucher.

Jeder Teilnehmer-Garten erhielt schon jetzt ein Motto, erklärte Susann-Kathrin Huttenloher, Geschäftsführerin und Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege. Da wird es unter anderem Koiteiche in Reichling zu sehen geben. Außerdem zeigen Hobbyimker ihre Tätigkeit unter dem Motto „Gastfreundschaft“ in Kaufering und zum Thema „Fliegende Gäste“ in Ramsach.

Passend zum Herkomer-Jahr wird sich auch der 123 Jahre alte Herkomer-Park den Besuchern präsentieren. Der ist zwar gewissermaßen immer „offen“, anlässlich der Veranstaltung wird es aber auch Führungen durch die Anlage geben. Diese werden von Pia Becker, die für die städtischen Grünanlagen zuständig ist, für interessierte Besucher angeboten. Etwa eine Stunde lang wird Becker dann durch den Park führen und auf seine Geschichte, aber auch auf den heutigen Zustand eingehen. Dazu werden dann auch „Garten- und Pflanztipps für zu Hause“ gehören.

Besonders herausputzen für den Tag werden sie den Park aber nicht, so Becker: „Er soll so sein, wie er immer ist“. Das Thema des Parks für die Veranstaltung ist „Anziehungspunkte für Freunde“ – ein Zitat von Sir Hubert von Herkomer selbst, der seinen Park als solchen sehen wollte, erklärt Pia Becker.

Susann-Kathrin Huttenloher kündigte eine Broschüre mit den Adressen der teilnehmenden Gärten und schönes Wetter für den Tag an: „Das ist traditionsgemäß immer so.“ Im Herbst gibt es dann schließlich noch einen weiteren „Ehrentag“. In Anlehnung an den „Tag des Baumes“, begeht der Verband am 18. Oktober den „Tag des Roten Erpftingers“, einer alten lokalen Apfelsorte. Dieser findet natürlich in Erpfting statt, wo dann auch an der Grundschule ein solcher Apfelbaum gepflanzt werden soll.

Nach dem Jahresbericht, der Vorstellung der geplanten Projekte und dem Kassenbericht folgte an dem Abend noch ein Vortrag von Barbara Krasemann zum Thema „Fruchtiges aus Bärbels Garten“. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Landsberger Blechbläserensemble „Hailix Blechle“.

Astrid Erhard

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Tiefe Einblicke ins Landsberger Klosterleben
Tiefe Einblicke ins Landsberger Klosterleben
Passanten retten zwei Frauen aus brennendem Unfallauto
Passanten retten zwei Frauen aus brennendem Unfallauto
Kaltenbergs "letzter Ritter"
Kaltenbergs "letzter Ritter"

Kommentare