Verzwickte Beziehung

+
„Tage am Strand“ sind nicht in jedem Fall erholsam, wie der gleichnamige Film am Sonntag im Olympia zeigt.

Landsberg – Die Nobelpreisträgerin Doris Lessing lieferte die Vorlage für die Geschichte um zwei befreundete Frauen, die eine Beziehung mit dem Sohn der jeweils anderen eingehen: Die Vierecks-Beziehung „Tage am Strand“ ist am 19. Januar in der Sonntagsmatinee im Olympia Filmtheater zu sehen.

Lil (Naomi Watts) und Roz (Robin Wright) leben an der paradiesischen Ostküste Australiens. Die beiden kennen sich seit ihrer Kindheit und wohnen heute nebeneinander in zwei Häusern am Strand. Die Freundinnen gehen gemeinsam durch dick und dünn, beerdigen Lils Ehemann und sehen ihre Söhne Ian (Xavier Samuel) und Tom (James Frecheville) zusammen aufwachsen. Die beiden Teenager werden im Laufe der Jahre ebenfalls zu guten Freunden und sehen sich täglich beim Surfen. 

Als Roz' Ehemann beschließt, nach Sydney zu ziehen und seine Frau alleine zurücklässt, beginnt Lils Sohn Ian ein Auge auf sie zu werfen. Roz lässt sich auf die Affäre ein. Als Tom von der Liaison erfährt, versucht er zu Ians Mutter Lil eine ebensolche Beziehung aufzubauen. Bald kann sie seinen Avancen nicht mehr widerstehen. Als Tom sich in der Stadt einen Job suchen will, lernt er eine andere Frau kennen und lieben, die mehr seinem Alter entspricht. Wer sich mit Affären auskennt, der weiß was auf ihn in dieser verzwickte Lovestory zukommt. 

Wem Liebesfilme absolut nicht taugen, der sollte die Gelegenheit beim Schopf nehmen und sich in der Wiederholung den Film „Der Weg zur Schule“ anschauen. Was für einige Kinder wenig spannender Alltag ist, ist für so manch andere ein richtiges Abenteuer: der Schulweg. Für manche Kinder bedeutet dieser nämlich, auf eine Herde Elefanten zu treffen, sich seinen Weg über steinige Gebirgspfade oder durch unwegsame Flusstäler zu bahnen oder auf einem Pferd durch die weite Landschaft Patagoniens reiten: Jackson (11) aus Kenia, Zahira (12) aus Marokko, Samuel (13) aus Indien und Carlito (11) aus Argentinien haben einen aufregenden, nicht ungefährlichen Weg zur Schule. Dennoch scheuen sie keine Gefahren, um ihre Ausbildung zu vollenden. Regisseur Pascal Plisson begleitet diese vier Kinder sowie ihre Freunde und Geschwister auf ihrem alltäglichen, beschwerlichen Weg zur Schule. So wird man als Zuschauer daran erinnert, dass auch der Weg selbst ein Ziel sein kann.

Auch interessant

Meistgelesen

Umzug startet mit Schreck
Umzug startet mit Schreck
Geister steigen aus dem See
Geister steigen aus dem See
Kaltenbergs "letzter Ritter"
Kaltenbergs "letzter Ritter"
Grundstein für Millionen-Investition
Grundstein für Millionen-Investition

Kommentare