Taktisch gut zum nächsten Sieg

Und am Ende jubelten auch in Bad Aibling die Riverkings, hier Roland Hanemann, Markus Haschka und Peter Klemm. Foto: Krivec

In der Eishockey-Landesliga Süd/West geht es weiterhin eng zu, da machte auch das Auswärtsspiel der Riverkings am Wochenende keine Ausnahme. Mit 4:3 (2:0, 0:1, 2:2) setzten sich der HC Landsberg nach einer hart umkämpften Partie zum Schluss in Bad Aibling durch.

Die Lechstädter mussten die Reise ohne Hess, Heringer, Spring und Wedl antreten, konnten dafür aber vor den Toren Rosenheims einen Neuzugang in der Verteidigung aufbieten: Max Holzmann, Sohn des Füssener Trainers und Ex-Nationalspielers Georg Holzmann. Der 26-Jährige war zuletzt in der Bayernliga in Erding aktiv. Dort spielte er – wie jetzt in Bad Aibling – eine solide Rolle in der Defensive; allerdings ist Holzmann immer auch für ein paar Strafminuten gut. Wie oft er künftig für die Riverkings antreten kann, wird sich zeigen. Als Lehrer in Miesbach mit Wohnsitz in München und Co-Trainer der U18-Frauen-Nationalmannschaft dürfte Holzmann auch anderweitig gut beschäftigt sein. In Bad Aibling fiel sein Einstand beim HCL jedenfalls gleich schmerzhaft aus. Holzmann bekam einen Schläger ins Gesicht und musste genäht werden. Die an diesem Tag schwachen Schiedsrichter hielten das allerdings ebenso wenig für strafwürdig wie zwei ähnliche Aktionen, davon eine, die nach Meinung von Kapitän Markus Haschka die Partie vorzeitig in ruhigeres Gewässer hätte bringen können: „In der Szene war Basti Simmler auf dem Weg zum Tor praktisch durch und kriegt wieder den Schläger ins Gesicht.“ Souverän? Dennoch sah es lange so aus, als sollten die Riverkings als klare Sieger vom Eis gehen. Den zwei Toren von Geuß im Auftaktdrittel hatten die Bad Aiblinger zunächst nur den Anschluss durch Stuffler (37.) entgegenzusetzen gehabt. Als Speckamp in Überzahl und Klemm im Schlussabschnitt die Landsberger mit 4:1 in Führung brachten, schienen die Messen schon gelesen, zumal man in dieser Phase recht souverän agierte und wenig zuließ. Dann allerdings verlor das Unparteiischen-Gespann endgültig den Überblick. Nach einer fragwürdigen Strafe holten sie auch noch den falschen HCL-Spieler zu spät von der Strafbank zurück und leisteten sich noch weitere Schwächen. „Das zweite Tor gegen uns war hoher Stock. Beim dritten war schon längst abgepfiffen, als der Gegner noch dreimal nachschlägt und die Scheibe ins Tor haut; und dann gibt der Schiedsrichter das auch noch“, ärgerte sich Haschka. Diese beiden Treffer fielen allerdings zu spät (59./60.), um noch etwas am verdienten Sieg der Gäste ändern zu können, auch wenn Bad Aibling in der Schlussminute mit sechs Feldspielern noch einmal gehörig Druck machte. Haschkas Fazit fiel dann aber überwiegend positiv aus. „Das war sicher kein berauschendes Spiel, aber wie man sieht, kann in dieser Liga jeder jeden schlagen, da muss man auch einmal solche zwei Punkte holen. Hinterher fragt kein Mensch mehr danach. Wir sind diesmal auch taktisch gut gestanden, haben auf unsere Chancen gewartet und die dann auch genutzt.“ Durch die überraschende 6:8-Niederlage des ESC Kempten in Forst rücken die Riverkings damit wieder auf Platz 2 der Tabelle vor. Damit kommt es am Sonntag (17 Uhr) in der Landsberger Eishalle zum Spitzenspiel gegen den EV Pfronten. Die Marschrichtung ist auch gegen den Spitzenreiter klar: „Das wird natürlich nicht einfach“, so Haschka, „aber wir wollen die Punkte schon in Landsberg behalten. Ich freue mich jedenfalls schon auf dieses Spiel.“ EHC Bad Aibling - HC Landsberg 3:4 (0:2, 1:0, 2:2). Tore: 0:1 (8.) Geuß, 0:2 (8.) Geuß (Zeck), 1:2 (38.) Stuffler (Ahrens), 1:3 (51.) Speckamp (Simmler/+1), 1:4 (54.) Klemm (M. Kerber), 2:4 (59.) Splitter (Neumaier/+1), 3:4 (60.) Ahrens (Aßbichler/+1). Zuschauer: 135. Strafen: Bad Aibling 20, Landsberg 14 Minuten.

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