"Tapfere Wehr"

In Riederau steht die Bevölkerung noch hinter ihrer Wehr: „Die Feuerwehr und ihre Leute gelten als tapfere Bürger“, hob Kommandant Rainer Eckl bei der Jahresversammlung hervor. Wie schon zuvor Vereinsvorstand Johann Vetterl lobte Eckl Zusammenhalt, persönliche Einsatzbereitschaft, die „personelle Schlagkraft“ der Ortsfeuerwehr und die hervorragende Jugendarbeit.

Detailliert ging Eckl auf den Jahresbericht der Wehr ein. 60 aktive Feuerwehrler zählen die Riederauer derzeit, davon sind 14 Mädchen und Frauen und 19 Jugendliche. Insgesamt waren im Jahr 2008 rund 3750 Stunden geleistet worden, zu 29 Einsätzen rückte man aus. Eckl hob hervor, dass man durch die neue Alarmierung immer öfter noch vor oder zeitgleich mit den Sanitätern am Einsatzort sein werde, weshalb die erste Hilfe in der Ausbildung der Feuerwehrleute immer wichtiger werde. Künftig wird für die Aktiven nicht mehr nur alle zwei Jahre ein 16-stündiger Kurs angeboten, sondern jährlich ein Intensivtraining. Parallel dazu werde bei den Übungen das Thema lebensrettende Sofortmaßnahmen weiter behandelt.„Die Ausführungen über die Leitstellen haben noch ein paar Haken und Ösen“, führte Kreisbrandmeister Josef Ender aus. Teilweise würden mehr Einsatzkräfte alarmiert als nötig, dafür nicht alle vor Ort zur Verfügung stehenden Fahrzeuge, weil die Bestückungslisten im Computer noch nicht vollständig seien. „Aber wir sind dran, dass das ins Laufen kommt“, versprach Ender. Dass sich das neue Feuerwehrauto auszahle, könne man schon an der Einsatzschnelligkeit ablesen, so Bürgermeister Herbert Kirsch, der es nicht versäumen wollte, den Aktiven wie den Vereinsangehörigen persönlich für ihr Engagement zu danken. In vielen umliegenden Gemeinden sei die Einsatzbereitschaft deutlich niedriger. Kirsch verwies darauf, dass man seitens der Gemeinde auch künftig mit der notwendigen Ausrüstung für die Sicherheit der Feuerwehrmänner sorgen wolle. Wichtig sei jedoch auch die seelische Unversehrtheit, betonte der Rathauschef. Gerade nach belastenden Einsätzen wie kürzlich bei dem Freitod eines Dießeners an der Hochbruck solle man Hilfe in Anspruch nehmen. Zusagen, das Gerätehaus wie gewünscht und teils auch notwendig zu erweitern, konnte Kirsch indes nicht machen: „Mal sehen, was das Jahr bringt.“

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