Das Team ist zusammengewachsen

Mit allen Mitteln: Muriz Salemovic (links hinten) und Benjamin Hauke (rechts) lassen sich auch am Ende dieser Szene das Leder nicht abluchsen.

Erst sehnte man die Pause bei den Fußballern des TSV Landsberg wochenlang herbei, jetzt kommt sie unpassend: Nach dem verdienten 4:1 (2:1)-Erfolg gegen den SV Kirchanschöring überwintern die Fußballer auf Platz 9 der Landesliga Süd mit nur einem Punkt Rückstand auf die Qualifikationsplätze zur Bayernliga. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten gegen den Aufsteiger erneut Bonfert und Salemovic heraus. „Nachdem wir ziemlich lange im Strudel waren, haben wir jetzt doch noch positive abgeschlossen“, konstatierte stellvertretender Abteilungsleiter Toni Yildirim.

„Schon der Sieg in Eichstätt war Gold wert fürs Selbstvertrauen, da haben die Spieler gesehen, dass es geht“, sagt er weiter. Gegen die Chiemgauer war davon nur in den ersten Minuten nicht viel zu sehen. Die Gäste begannen druckvoller und gingen nicht unverdient in Führung. Von einem langen Pass ließ sich die gesamte Landsberger Hintermannschaft überraschen, Torhüter Heiland verschätzte sich beim Herauslaufen, Nißl hatte mit seinem Lupfer aus 19 Metern keine Mühe (11.). 90 Sekunden später hatte man in einer ähnlichen Szene Glück, dass sich zwei Kirchanschöringer behinderten, sonst hätte es sogar 2:0 heißen können. So aber hatten die Gäste nicht mehr viel zu melden. „Das 1:0 hat uns kurz durchgeschüttelt“, so Yildirim, „aber wir haben trotzdem mit breiter Brust weitergemacht.“ Wieder einmal war es Muriz Salemovic, der die Lechstädter zurück in die Spur brachte. Nach 14 Minuten setzte er sich auf der rechten Seite durch, seine Flanke durfte Sebastian Nichelmann aus fünf Meter unbedrängt zum Ausgleich ein­- köpfen. Acht Minuten später setzte Sebastian Bonfert nach Doppelpass mit Salemovic den Ball flach neben den linken Pfosten zur Landsberger 2:1-Führung. Mit diesem Duo kamen die Gäste über die ganze Spielzeit nicht zurecht, zumal Salemovic den Platz von der linken bis zur rechten Außenlinie beackerte. In der 25. Minute kam er dann wieder einmal über links in den Strafraum, lupfte den Ball allerdings auf die Latte. Kirchanschöring zuckte in der 44. und 45. Minute noch zweimal: Nißl durfte jeweils schießen, einmal legte er den Ball unbedrängt rechts vorbei, einmal klärten Spielertrainer Sven Kresin und Heiland in höchster Not. Hälfte zwei gehörte dann aber endgültig dem TSV Landsberg. „Da haben wir es kontrolliert und gut runtergespielt“, sagt Yildirim. Auch wenn die Lechstädter die Bälle im Aufbau manchmal zu schnell hergaben, waren sie den Gästen spielerisch doch eindeutig überlegen. Beim 3:1 war es in der 52. Minute wieder ein Doppelpass Salemovic/Bonfert, diesmal trug sich Salemovic mit einem perfekten Schlenzer ins rechte Eck selbst in die Torschützenliste ein. Auch am Treffer zum 4:1-Endstand (73.) war er beteiligt. Zwar wurde er bei einem Konter bis fast an die Torauslinie abgedrängt, brachte den Ball aber noch in die Mitte zu Sebastian Spreitzer. Der zurückgeeilte Torhüter Kracker beförderte die Kugel beim Rettungsversuch selbst ins Tor. Angesichts des souveränen Landsberger Auftritts war der SVK damit noch gut bedient. Dass dennoch noch nicht alles perfekt läuft, weiß man auch beim TSV. „Wir machen schon noch individuelle Fehler, aber wir sind als Team zusammengewachsen“, stellt Toni Yildirim fest. „Wir müssen noch mehr Konstanz reinbringen. Hätten wir eine nur halbwegs normale Runde gespielt, würden wir ganz anders dastehen. Aber deswegen tun wir jetzt ja auch noch was.“ Die Verhandlungen mit möglichen Verstärkungen sind inzwischen relativ weit, „aber es ist noch nichts in trockenen Tüchern, deswegen gibt es auch noch keine Namen.“

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