Mit Teamwork zum Ziel

Eine gute Zusammenarbeit wünsche sich der neue Bürgermeister Erich Püttner mit seiner Konkurrentin um das Amt, Gabriele Triebel, in Zukunft. Foto: Bauch

Kurz und schmerzlos ist über den Wahlausgang informiert, ein schlichtes Blatt Papier an das Pinboard befestigt worden. Das Ergebnis ist aussagekräftig genug: Erich Püttner (UBV) hat die Stichwahl mit 59,84 Prozent für sich entschieden. Am 1. April wird er für sechs Jahre neuer Bürgermeister in der Marktgemeinde. „Ich danke den Bürgern für ihr Vertrauen und werde mich dessen würdig erweisen“, versprach der UBV-Kandidat sichtlich aufgeregt. Konkurrentin Gabriele Triebel (GAL) trug ihre 40,16 Prozent mit Fassung: „Wir sind weit gekommen.“

Etwa 20 Personen fanden am Sonntagabend den Weg in das Kauferinger Rathaus, um aus erster Hand zu erfahren, wer neuer Bürgermeister ist. Erich Püttner kam allein, die Anspannung schien ihm ins Gesicht geschrieben. Doch der Wahlausgang war schnell klar: Püttner gewann bei einer Wahlbe­teiligung von 60,69 Prozent in allen zehn Stimmbezirken. Triebel erschien erst, als das vorläufige Ergebnis schon feststand, begleitet von Schwester und Tochter. „Mein Mann hält die Spannung nicht aus“, scherzte sie. Trotz des deutlichen Erfolgs für Püttner war Triebel erleichtert: „40 Prozent – Gott sei Dank.“ Dr. Klaus Bühler, der noch bis Samstag Gemeindeoberhaupt ist, erschien nicht ins Rathausfoyer. Dafür war Landrat Walter Eichner (CSU) unter den Gratulanten. Er habe natürlich gehofft, die Stichwahl zu gewinnen, sagte Püttner, doch habe er ein knapperes Ergebnis erwartet. „Ich war schon nervös und angespannt“, erzählt der 54-Jährige. Wichtig sei für ihn besonders der Mensch, daher plane er als erste Amtshandlung, die Mitarbeiter der Gemeinde kennenzulernen. Neue Projekte wolle er nicht sofort angehen, sondern sich zunächst ein Bild machen und „Laufendes anpacken“, schließlich starte er als neuer Bürgermeister „bei Punkt Null“. „Anders“ solle es in Kaufering weitergehen, „aber gut“, versprach UBV-Vorsitzender Dr. Börries Graf zu Castell. „Auch ich versuche einen Neuanfang“, sagte Erich Püttner dazu. Mit seiner stärksten Konkurrentin um das Amt könne er sich sehr wohl „Teamarbeit“ vorstellen. Die Wahlprogramme seien schließlich eng beieinander gelegen und so hoffe er auf eine Kooperation. „Ich wünsche mir, dass der Marktgemeinderat als Team, ohne Parteigrenzen seine Verantwortung wahrnimmt.“ Enttäuscht zeigte sich Triebel nicht. „Es ist ein Riesenerfolg für uns, für Kaufering, für die Frauenpolitik.“, schätzt sie ihr Ergebnis ein. „Wir haben für Kaufering etwas bewegt und hoffentlich Mut gemacht.“ Die knappen 40 Prozent seien eine Aufwertung für die Transparenz in der Politik, Triebel wolle weiterhin am Ball bleiben: Durch die Rückmeldungen „wo es in Kaufering hakt“, wisse sie, was sie in ihrer Gemeinderatsarbeit umsetzen müsse. Sie wolle weiterhin eine konstruktive Sachpolitik verfolgen. Nach dem Wahlkampf soll nun laut Erich Püttner wieder „politischer Friede“ einkehren ­ zumindest für die sechs Jahre seiner Amtszeit.

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