"Technikwiese" auf dem Dach – Fotovoltaikanlage auf dem InCenter Landsberg in Betrieb

Der erste Bauteil des InCenters Landsberg ist vergangene Woche das erste technische Bauteil in Betrieb genommen worden: die 5756 Quadrat- meter große Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) und Axel Schumann, geschäftsführender Gesellschafter der EEW Grundbesitz und Projektentwicklungs GmbH, drehte symbolisch den Startschlüssel um. Damit kann jetzt Strom fließen und ins Netz der Lechwerke AG eingespeist werden.

Für das Dach des Fachmarktzentrums sei eine Fotovoltaikanlage ideal, da die große Fläche – insgesamt etwa 22600 Quadratmeter – sonst ungenutzt bliebe, erklärte Schumann und bezeichnete das Dach als „technische Wiese“. Die „Technik“ dieser Wiese besteht aus 4428 Solarmodulen, die eine Jahresleistung von 800000 Kilowattstunden Strom erbringen können. Damit könnten jährlich rund 300 durchschnittliche Zwei-Personen-Haushalte vollständig mit Strom versorgt werden. Der Ausstoß von Kohlendioxid könnte damit um etwa 550 Tonnen pro Jahr verringert werden. Die „Wiese“ ist die Begrünung, die bald auf der Dachfläche des InCenters angelegt werden wird. Pflanzen, nicht höher als 30 Zentimeter, sollen dort wachsen mit einem positiven Effekt: Die Grünpflanzen ihrerseits können wieder für die Kühlung der Solarmodule sorgen, so die Verantwortlichen. OB Lehmann freute sich darüber, dass „das grüne Dach mit Technik“ auf diese Weise sinnvoll Ökologie und Ökonomie vereine. Unten im Gebäude des Fachmarktzentrums verstecken sich die Schaltzentrale der Fotovoltaikanlage, die dafür sorgt, dass der solar erzeugte Strom überhaupt genutzt werden kann – zum Beispiel ein Zentralwechselrichter, der den Gleichstrom über Halbleitertechnik in Wechselstrom umwandelt. Im InCenter wird weiter auf Hochdruck gearbeitet. Ziel ist es, bereits Ende Februar die ersten Räume an einige der Mieter zu übergeben, zwischen März und Mitte April sollen dann bereits die Geschäfte eröffnet werden. Weitere FMZ-Neuigkeiten waren jüngst im Stadtrat zu hören: Vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof sei die Klage mehrerer Anwohner gegen den Bebauungsplan für das Fachmarktzentrum in Landsbergs Osten mit einem Vergleich zu Ende gegangen. Laut Lehmann sehe der Vergleich vor, dass der Bauherr die Lärmschutzwall um einige Meter nach Norden von der Siedlung „Am Kornfeld“ verlängert wird. Damit sei die Rechtmäßigkeit des Bebauungsplanes festgestellt, so Lehmann. Auch die Baugenehmigung für die Erweiterung des Schutzwalls wurde bereits von der Stadt abgesegnet.

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