Sendeanlage ist montiert

Mobilfunk mit Pizza in Asch

Asch mobilfunk befreiungshalle
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Inzwischen auch mitten in Dörfern ein typisches Bild: ein Mobilfunkmast, wie hier der neu installierte an der „Befreiungshalle“ in Asch.

Asch – Am markanten Giebel der ehemaligen Wirtschaft und Pizzeria in Asch ist eine Sendeanlage für die Telekom montiert worden. Die Antennen befinden sich in gut zwölf Meter über dem steilen Dach des Gasthofs, der unter dem Namen „Befreiungshalle“ bekannt war und ist. Die Montage ist gerade erst erfolgt; dem­nächst soll die Anlage in Betrieb gehen.

Die Telekom zahlt Pacht an den Eigentümer der Immobilie, der aus dem Lechraindorf stammt und nach Informationen des KREISBOTEN im Unter­allgäu wohnt. Allerdings sei er noch regelmäßig in seiner Heimat anzutreffen. Unten im Haus befand sich zuletzt eine Trattoria. Im Obergeschoss sind Zimmer günstig vermietet worden – meist an Monteure, die im Fuchstal übernachtet haben.

Das stattliche Gebäude steht in Asch am Kreuzungspunkt der viel befahrenen Römerkessel­straße (von der B17 Richtung Ostallgäu) mit der Ascher Bahnhofstraße. Der Masten mit der Sendeanlage wurde am Giebel auf der Ostseite befestigt und ist von der Hauptverkehrsachse aus gut zu erkennen.

Die Telekom hatte im Sommer die Gemeinde benachrichtigt, dass sie in Asch eine eigene Sendeanlage betreiben möchte und dazu auch bereits den Standort genannt. Bürgermeister Erwin Karg hatte daraufhin die Gemeinderäte informiert.

Wie neulich im KREISBOTEN berichtet, stellt die Gemeinde Fuchstal der Telekom auch in Leeder ein Gebäude zur Verfügung. Es ist die Postverteilstelle auf dem Schlichtherle-Areal, das die Gemeinde 2018 gekauft hatte. Der Mobilfunkmast wird 2021 montiert. Die Sendeanlagen in Asch und Leeder sollen eine flächendeckende Versorgung am Ort gewährleisten.

Bislang kommen die Frequenzen für beide Ortschaften noch von einem Mast, der drei Kilometer entfernt zwischen B17 und Firma Hirschvogel steht. Die größere Distanz erfordert eine höhere Funkleistung an der Antenne und am Endgerät des Nutzers. Das soll sich mit der „Nahversorgung“ ändern.

Zunächst gab’s den Vorschlag der Gemeinde, beim künftigen Wärmetopf östlich von Leeder und südlich von Asch eine Sendeanlage anzubringen, um von dort aus mit einer Station beide Ortschaften zu erreichen. Doch damit gab sich die Tele­kom nicht zufrieden. Das sei mit Blick auf rapide zunehmenden Datenmengen im Internet allenfalls für wenige Jahre ausreichend, hieß es.

Außerdem seien vom Wärmetopf bis zum Süden Leeders 1,8 Kilometer zu bewältigen, während bei den beiden Standorten im Umkreis von einem Kilometer in Asch und Leeder nahezu alle Häuser erreicht werden können. So schilderte es Wilhelm Kielmann von der Deutschen Funkturm GmbH Ende November im Gemeinderat.
Johannes Jais

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