Für das Theater Schondorf hebt sich Vorhang

Zahlreiche Fans des Krimi-Theaters im Landkreis fiebern schon länger den beiden letzten März-Wochenenden entgegen. Dann hebt sich in der Aula des Landheims Schondorf wieder der Vorhang für einen echten Klassiker: Die Schondorfer Jakobsbühne, Spielgruppe des Theatervereins, führt in der Aula des Landheimes an vier Tagen Agatha Christies „Zeugin der Anklage“ auf.

Viele kennen den Stoff aus der legendären Verfilmung des US-Starregisseurs Billy Wilder, der 1957 in Bestbesetzung – unter anderem mit Marlene Dietrich, Charles Laughton und Tyrone Power – ein bis heute unerreichtes Kino-Highlight schuf. Ganz so hoch hinaus kann und will die Schondorfer Laientruppe, die sich auf vorwiegend angelsächsische Kriminalstücke spezialisiert hat, natürlich nicht. Aber Regisseur Alex Dorow, vielen als Sprecher beim Bayerischen Fernsehen bekannt, hat sich auch diesmal mit seinen Schauspielern richtig ins Zeug gelegt. Schon 2007 hatte die Theatergruppe mit der Inszenierung von Kesselrings „Arsen und Spitzenhäubchen“ für positive Resonanz gesorgt. In „Zeugin der Anklage“ geht es diesmal um ein Gerichtsdrama mit starkem zeithistorischen Bezug. Der gut aussehende Leonard Vole hat als britischer Soldat nach Kriegsende im zerstörten Hamburg die deutsche Schauspielerin Christine kennen- und lieben gelernt und sie als seine Frau mit nach England gebracht. Doch der Krieg hat ihn aus der Bahn geworfen, er findet kein dauerhaftes Auskommen. Nach einiger Zeit gerät Vole in Verdacht, die reiche Witwe Emily French ermordet zu haben, um an ihr Vermögen zu kommen. Einzige Entlastungszeugin ist seine Frau Christine, doch den Beteuerungen einer liebenden Ehefrau schenkt kein Gericht Glauben. Der gerade von einem Herzinfarkt genesene Staranwalt Sir Wilfrid Robarts versucht mit allen Mitteln und gegen den Rat der Ärzte, die ihm Ruhe verordnet haben, Vole zu retten. Doch plötzlich tritt Christine Vole zu Sir Wilfrids Entsetzen als Zeugin der Anklage gegen ihren Ehemann auf. Es beginnt ein hochspannendes, immer verwirrenderes und zuletzt dramatisches Spiel um Wahrheit, Liebe und Gerechtigkeit, an dessen überraschendem Ende nichts mehr so ist, wie es zu Beginn war. Dorow und seine Spielertruppe versprechen einen spannenden Theaterabend mit ganz viel 50er-Jahre-Flair und bester britischer Kriminalatmosphäre. Die Spieltermine: 21. und 28. März, 19.30 Uhr, sowie 22. und 29. März, 17 Uhr. Karten gibt es unter anderem in der Sparkasse Schondorf telefonisch unter 0172/8328649 und im Internet: www.theater-schondorf.de.

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