Wildes Märchen

Neuer Dokufilm über Theaterprojekt der Lebenshilfe 

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Uwe (vorne rechts) und Fabian (vorne 2. von rechts) aus dem „wilden Märchen-Potpourri“ sind die Hauptdarsteller eines Dokumentarfilms von Mirjam Kendler, der am 7. Juni im Cineplex Penzing gezeigt wird.

Landsberg/Penzing – Wer „Ein wildes Märchen-Potpourri“ gesehen hat, kennt sie: „Rotcapi“ Fabian und Erzähler Uwe. Im Frühjahr 2017 und 2018 begeisterten sie mit ihren Mitstreitern aus der Theatergruppe der offenen Hilfen in der Lebenshilfe Landsberg das Publikum im Stadttheater. Nun haben sie den Sprung auf die große Kinoleinwand geschafft. Am 7. Juni um 18.30 und 20 Uhr zeigt das Cineplex Penzing den Film „Könnte nicht mehr besser sein“ – eine Premiere nicht nur für die Schauspieler, sondern auch für Regisseurin Mirjam Kendler.

Die Schauspielerin vom Ammersee hatte bereits beim Theaterstück Regie geführt und den Bühnenauftritt mit kurzen Filmsequenzen abgerundet. Darin schilderten die Akteure der Offenen Hilfen ihre Zukunftsträume, Lebensgeschichten und Wünsche an ihre Mitmenschen – und inspirierten Kendler dazu, ihren ersten Dokumentarfilm zu drehen. Sie will damit Menschen, die im Alltag keine Berührungspunkte mit Menschen mit Behinderung haben, einen persönlichen Einblick in deren Welt ermöglichen.

Mit der Kamera hat sie unauffällig die Wirklichkeit von Fabian (30) beobachtet, der zauberhafte Bilder malt und Gedichte schreibt und dessen Mutter von seiner Lernbehinderung erzählt. Die Kamera folgt aber auch Uwe, dessen Leben ein schwerer Unfall von Grund auf verändert hat. Er ist „der positivste Mensch, den ich kenne“, schwärmt Kendler, die den 52-Jährigen nicht nur bei der Arbeit in den IWL-Werkstätten, sondern auch privat begleitet hat.

Als Rahmenhandlung des Dokumentarfilms dienen die Proben bis zur zweiten Aufführung des „wilden Märchen-Potpourris“ im Stadttheater. Und so erleben die Zuschauer, wie Fabian und Uwe an und mit dem Theaterspiel gewachsen sind.

Für Kendler ist das von der Aktion Mensch bezuschusste Projekt die erste Filmregie. Sie zeichnet auch für Buch und Produktion verantwortlich, Kamera, Schnitt und Musik liegen in den Händen von Fabian Exter. Um den Ton kümmerte sich Anna Fritsche, die Luftaufnahmen steuerte C.D.Hartmann bei. Der Filmtitel stammt übrigens von Uwe: Auf die Frage nach seinem Herzenswunsch meinte er: „Es könnte nicht mehr besser sein.“

Der Eintritt zu den Vorstellungen am 7. Juni um 18.30 und 20 Uhr im Cineplex Penzing ist frei, Spenden werden erbeten. Plätze können kostenfrei beim Cineplex reserviert werden.

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