"Randerscheinungen" in die Mitte

+
Maximilian Huber (links) und Julian Pietsch wollen mit ihrem Theaterprojekt „Einblick in die Realität von Randgruppen“ geben.

Landsberg – Die Zielgerade ist fast erreicht. Die Idee, die die beiden jungen Theatermacher Maximilian Huber und Julian Pietsch nunmehr seit Dezember beschäftigt, ja komplett absorbiert, steht kurz vor der Bühnenreife: ihr Theaterprojekt „Randerscheinungen“ wird am 5. Oktober im Stadttheater uraufgeführt.

„Ich wollte schon immer mal ein Theaterstück schreiben“, bringt es Maximilian Huber auf den Punkt. Inspiriert von einem Argentinien-Aufenthalt und häufigen Theaterbesuchen dort, entstand plötzlich die Idee zu diesem Projekt. Per Skype und Telefon suchte er über den Atlantik hinweg Mitstreiter und fand sie in Julian Pietsch und Bea Ball, die sofort von der Idee begeistert waren.

Zurück in Deutschland machten sich Maximilian und Julian (Student und Schüler) daran, das Stück, das sich aus verschiedenen Einzelsequenzen zusammensetzt, zu entwickeln und zu schreiben, Beatrice Ball und Dr. Regina Kläger hatten sofort ihre Mitarbeit als Schauspielerinnen zugesagt. Insgesamt besteht das Ensemble aus zwölf Personen aus allen Altersgruppen (zwischen 14 und 66) aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, viele davon stehen zum ersten Mal auf der Bühne.

Hat sich auch die Zusammensetzung des Ensembles etwas geändert, sind doch Kläger und Ball von Anfang mit dabei. „Das Anliegen gefällt mir, also unterstütze ich das Projekt“, erklärt Beatrice Ball. Insgesamt sei das Theaterstück der Versuch, Einblick in die Realität von Randgruppen zu geben, erklären die beiden Regisseure, und den Druck der Gesellschaft hinsichtlich deren Umgang mit normabweichendem Verhalten darzustellen. Themen seien unter anderem Behinderung, Krankheit, Homosexualität und Transsexualität, aber auch die aktuelle Diskussion um die Gleichstellung von homosexuellen Paaren.

Es sei ein Stück über Nor­malität und Nicht-Normalität, mit dem Ziel den Zuschauer wachzurütteln und die problematischen, vielleicht auch zur Verständigung notwendigen Begriffe von Normalität und Nicht-Normalität in Frage zu stellen. Kein einfaches Stück, aber ein Stück, das Fragen stellt, polarisiert, aufklärt. „Wir möchten erreichen, dass sich die Menschen mit den dargestellten Themen auseinandersetzen“, wünscht sich Maximilian Huber.

Premiere ist am 5. Oktober um 20 Uhr im Stadttheater Landsberg; Tickets dafür gibt es im Theaterbüro in der Schlossergasse und an der Abendkasse. Weitere Spieltermine sind am 10. und 11. Oktober jeweils um 20 Uhr im Ignaz-Kögler-Gymnasium.

Weitere Infos zu dem Theaterprojekt gibt es auf www.facebook/randerscheinungen.

Patricia Eckstein

Auch interessant

Meistgelesen

Umzug startet mit Schreck
Umzug startet mit Schreck
Passanten retten zwei Frauen aus brennendem Unfallauto
Passanten retten zwei Frauen aus brennendem Unfallauto
Hoher Schaden, keine Beute
Hoher Schaden, keine Beute
Tiefe Einblicke ins Landsberger Klosterleben
Tiefe Einblicke ins Landsberger Klosterleben

Kommentare