Katzenmassaker in Igling

Grausam: sieben tote Katzen auf dem B17-Mittelstreifen

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Eine der sieben toten Katzen, die am Freitag letzter Woche unter der B17-Brücke zwischen Igling und Kaufering gefunden wurden.

Igling – Grausiger Fund auf der Bundesstraße: Am vergangenen Freitag erhielt Andrea Mittermeir, Vorsitzende des Vereins „Katzentatzen“, einen Anruf. Mehrere tote Katzen lägen auf dem Mittelstreifen der B17neu zwischen Kaufering und Igling.

Gemeldet habe den Fund ein LKW-Fahrer, der Totfunde generell weitermelde, damit die Besitzer Hinweise über den Verbleib ihre Tiere erhielten, informierte die Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes Landesverband Bayern, Tessy Lödermann. Zudem engagiere sich die Frau des LKW-Fahrers beim Verein „Katzentatzen“.

Mittermeir fand vor Ort in dem Gebüsch auf dem Mittelstreifen sieben tote Katzen. Sie seien offenbar von der darüberführenden Brücke heruntergeworfen worden und hätten sich in „verschiedenen Verwesungsstadien“ befunden.

Bereits am 4. Juli vergangenen Jahres waren an derselben Stelle vier tote Katzen gefunden worden, wovon eine ein Schädel-­Hirn-Trauma aufwies. Die anderen habe man aufgrund ihres Zustandes nicht mehr untersuchen können. Die Ermittlungen führten zu keinem Ergebnis.

Von den sieben Totfunden habe man bisher fünf über den implantierten Chip identifiziert und ihre Besitzer informiert, berichtet Mittermeir. Alle Katzen stammten aus demselben Wohngebiet Iglings. Nachdem erst vergangene Woche 20 tote Tauben in Bereich des Iglinger Baggersees gefunden wurden, sei davon auszugehen, dass hier ein Tierquäler am Werk sei.

Da der Verdacht besteht, dass die Katzen zuvor gezielt getötet wurden, ermittelt nun auch die Landsberger Polizei. Es geht um Sachbeschädigung und Vergehen gegen das Tierschutzgesetz. Sie nimmt Hinweise unter Telefon 08191/9320 entgegen.

Ilona Wojahn, Präsidentin des Tierschutzbundes Landesverband Bayern, fand eindringliche Worte: „Diesem Täter muss schnellstens das Handwerk gelegt werden, er tötet nicht nur wehrlose Tiere, er bringt auch viel Leid über ihre Halter.“

Inzwischen haben acht bayerische Tierschutzvereine – darunter auch die „Katzentatzen“ – jeweils 500 Euro als Belohnung ausgesetzt, 1.000 Euro kommen vom Tierschutzbund Bayern, sodass für die Ergreifung des Täters eine Belohnung von insgesamt 5.000 Euro ausgesetzt werden konnte. Für Hinweise: Tierschutzbund, Telefon 01522/8628307; Katzentatzen, Telefon 0175/9775983.
Toni Schwaiger


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