Kiosk in Fischerhüttenoptik

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Schon zum Töpfermarkt 2016 soll der neue Kiosk am See (links) fertig sein. Als Inspiration dienten der Architektin Valerie Spalding die Dießener Fischerhütten (rechts im Bild).

Dießen – Die Fischerhütten am Ammerseeufer in Dießen standen Pate für die Gestaltung des neuen Kiosks am See. Das und andere grundlegende Gedanken zur Planung erläuterte Architektin Valerie Spalding vom Büro Engelsmann und Peters aus Stuttgart vergangene Woche im Gemeinderat. Vor einem Jahr war der Kiosk abgebrannt und wurde für die Freiluftsaison 2015 durch ein Provisorium ersetzt. Zum Töpfermarkt im Mai 2016 soll der neue Kiosk eröffnet werden.

Schön und zurückhaltend, so könnte man das kleine Gebäude beschreiben. Den bereits bestehenden baulichen Sehenswürdigkeiten, wie dem denkmalgeschützten ADK-Pavillon des Architekten Sep Ruf oder dem stimmungsvollen Ensemble der Fischerhütten am Dampfersteg soll der Kiosk keine Konkurrenz machen. Stattdessen soll er sich dem Bestand in Formensprache und Materialität „angliedern“.

Ähnlich wie die Fischerhütten sind der neue Kiosk, das nördlich angrenzende Lager und die behindertengerechte öffentliche Toilette aus „drei aneinandergereihten Hütten mit Satteldachgiebel“ und unterschiedlichen Dachneigungen zusammengefügt. Als Hochwasser- schutz erhält das Gebäude ringsum einen 15 Zentimeter hohen Betonsockel und eine Fuge in zirka 60 Zentimeter Höhe. In diesem Bereich kann die vertikale Holzverschalung nach einem Hochwasser unproblematisch erneuert werden. Durch die begrünten Dachflächen blende sich das Gebäude optisch in den dahinterliegenden Baumbestand ein.

Mit 49 Quadratmetern ist der neue Kiosk inklusive Lager nur zweieinhalb Quadratmeter größer als bisher. Hinzu kommen 21 Quadratmeter für den WC- und Müllbereich. Vorgesehen ist neben einer großen Verkaufsöffnung an der Ostseite auch eine Tür an der Südseite sowie drei Schaukästen an der Ostfassade, die ähnlich wie beim ADK-Pavillon, mit einem einfachen Holzverschlag verdeckt werden können. Der Holzverschlag am Verkaufstresen kann als Sonnen- oder Regenschutz hochgeklappt werden. Über eine beidseitige Rampe gelangt man auch mit Rollstuhl oder Rollator auf den hölzernen Umgang und somit zum Tresen. Auf Anfrage aus dem Gremium bestätigte die Planerin außerdem, dass Kiosk und Sanitärbereich winterfest seien. Die Gesamtkosten werden bei 229000 Euro liegen.

Die Planung sei der Regierung von Oberbayern bereits vorgestellt worden und man rechne mit einem Zuschuss aus der Städtebauförderung, erläuterte Bürgermeister Herbert Kirsch. „So einen Kiosk gibt es kein zweites Mal“, freute er sich. Auch der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die Planung aus. Nun hofft man auf eine zügige Baugenehmigung vom Freistaat Bayern, der bis zur gerichtlich verfügten Eingemeindung am 7. Januar noch Eigen- tümer der Flurnummer ist.

Ursula Nagl

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