Zwei Leben sollten ausgelöscht werden

Landsberger tötet 37-Jährigen und will sich dann das Leben nehmen

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Hier die Fundstelle der Leiche. Ob es sich um den 37-Jährigen handelt, dessen Tötung ein Landsberger gestanden hat, muss noch geklärt werden.

Landsberg/Katlenburg – In den Abendstunden des 11. Augusts wollte er sich umbringen. Die Polizei konnte den 27-jährigen Landsberger retten. Der Grund für seinen Suizidversuch: Er behauptet, einen Menschen getötet und vergraben zu haben. Ort des mutmaßlichen Verbrechens ist die südniedersächsische Gemeinde Katlenburg-Lindau.

Nach seinem Selbsttötungsversuch wurde der 27-Jährige von der Polizei Landsberg zunächst in Gewahrsam genommen und danach in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Dort gestand er glaubhaft, dass er Anfang Dezember letzten Jahres in der südniedersächsischen Gemeinde Katlenburg-Lindau, seinem damaligen Wohnort, einen Menschen getötet und anschließend vergraben habe.

Bei dem Getöteten handelt es sich laut Pressemeldung der zuständigen Polizeiinspektion Northeim/Osterode vermutlich um einen 37 Jahre alten Mann aus Katlenburg-Lindau. Schon Mitte März hatten dessen Verwandte gemeldet, dass er vermutlich hilflos in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus liege. Die Polizei öffnete die Wohnung, fand den 37-Jährigen jedoch dort nicht vor.

In der Wohnung und bei den weiteren Recherchen hatten sich keine Hinweise für ein weiteres polizeiliches Vorgehen ergeben, weshalb der Vermisste in den Auskunftssystemen der Polizei ausgeschrieben wurde. Das veranlasste die Landsberger Polizei, sofort den Northeimer Kollegen das Geständnis des Landsbergers zu melden.

Nach weiteren Recherchen erwirkte die Staatsanwaltschaft Göttingen Durchsuchungsbeschlüsse für beide Wohnungen – der Landsberger hatte im selben Mehrfamilienhaus wie der Getötete gelebt. Zudem erließ der Haftrichter am Amtsgericht Göttingen einen Untersuchungshaftbefehl für den Landsberger. Im Moment sitzt der Verdächtige in der JVA Rosdorf ein.

Kurz darauf führte der mutmaßliche Täter die Ermittler der Mordkommission „Brachland“ zu der Stelle, wo er den Leichnam im vergangenen Dezember vergraben hatte. Mit Hilfe eines Leichenspürhundes gelang es, die zwischenzeitlich überwucherte Grabstätte ausfindig zu machen.

Der Leichnam kam für weitere Untersuchungen in die Rechtsmedizin Göttingen. Ob es sich bei dem Toten tatsächlich um den 37-Jährigen aus Katlenburg-­Lindau handelt, sei noch nicht hundertprozentig sicher, teilte Oberstaatsanwalt Andreas Buick mit. „Derzeit gehen wir jedoch davon aus, dass es sich bei der Leiche um den 37-Jähri­gen handelt.“ Folgeuntersuchungen ständen noch an. Der mutmaßliche Täter komme aus dem Raum Landsberg, bestätigt Buick, „aber er lebte schon eine ganze Weile hier“. Aber es seien noch Verbindungen zum Raum Landsberg vorhanden. Die Gründe für seine Tat sind noch nicht bekannt. „Er hat jetzt erst einen Verteidiger bekommen“, so Buick am Montag.

Susanne Greiner

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