Toller Kampfgeist wird nicht belohnt – EVL 2000 verliert gegen die Starbulls mit 5:6

Es war kein Spiel für schwache Nerven am letzten Sonntag. 1445 Zuschauer sahen ein packendes Derby zwischen dem EVL 2000 und den Starbulls Rosenheim. Am Ende aber behielten die Gäste mit 5:6 die Oberhand. Dafür schossen die Mannen von Marian Hurtig schon am Freitag den Tabellenzweiten Dortmund mit 1:6 aus der eigenen Halle.

Anfangs sah es in Dortmund ganz und gar nicht nach einem klaren Erfolg für den EVL aus. Die Westfalen kamen stark aus der Kabine und belagerten den Kasten von Peter Holmgren, vor allem dank etlicher Überzahlsituationen. Doch der Deutsch-Schwede in Diensten des EVL bestätigte seine gute Form der letzten Wochen und hielt seinen Kasten sauber. Stattdessen ging Landsberg mit einer 0:1-Füh­rung in die erste Pause. Ausgerechnet in Dortmunder Überzahl vollendete Benjamin Barz einen sauberen Konter (15.). Im zweiten Drittel kam der EVL immer besser ins Spiel. Der verdiente Lohn war das 0:2. Michal Kapicka machte nach einem schnellen Angriff seinen neunten Saisontreffer. Dortmund blieb aber weiter gefährlich. Doch entweder scheiterten die Elche an der gut gestaffelten Abwehr der Gäste oder Holmgren war Endstation. Zehn Minuten vor Schluss wurde die Partie noch einmal spannend, als David Hördler das Anschlusstor besorgte. Landsberg war keinesfalls geschockt und schlug prompt zurück. Michael Vaitl bekam hinter dem Dortmunder Tor die Scheibe, legte sie in die Mitte und dort stand Martin Hoffmann goldrichtig: 1:3. Danach brachen bei den Hausherren alle Dämme. Der EVL konnte schalten und walten, wie er wollte. Der verdiente Lohn war ein Doppelpack von Markus Vaitl (57.) und ein Treffer von Daniel Nörenberg zum 1:6-End­stand. Mit breiter Brust hätten die Landsberger in das Schlager­spiel gegen die Starbulls Rosenheim gehen können, wäre da nicht die Weihnachtsfeier am Samstagabend gewesen. „Dadurch hatten wir kein Eistraining und die Jungs konnten ihre schweren Beine von der langen Busfahrt nicht loswerden“, erklärte Coach Marian Hurtig nach der Partie. Trotz „Blei in den Beinen“ kam der EVL einigermaßen gut in die Partie. Viereinhalb Minuten waren gespielt, da lagen die Landsberger sogar in Führung. Nach einem tollen Spielzug über die linke Seite stand Dominic Kerber zum 1:0 goldrichtig. Freilich ließen das die Rosenheimer nicht auf sich sitzen. Erst vergab Michael Maaßen einen Alleingang (6.), in der 12. Minute schepperte es aber doch im Kasten von Peter Holmgren. Nach einem Fehler hinten in der eigenen Zone legte Marius Möchel die Scheibe vor das EVL-Tor und Fabian Zick brauchte aus kurzer Distanz nur noch den Schläger hinhalten. Trotz einiger Riesenchancen auf beiden Seiten blieb es bis zum Seitenwechsel beim 1:1. EVL bricht ein Im zweiten Durchgang merkte man den Hausherren die Strapazen dann so richtig an. Landsberg leistete sich einige Fehler, die Starbulls nutzten ihre Chancen eiskalt. Erst besorgte Robert Schopf aus spitzem Winkel die Gästeführung (23.), wenig später zimmerte Mitch Stephens die Scheibe mit einem Handgelenkschuss ins rechte Kreuzeck (26.). Zwar kam der EVL durch eine Einzelaktion von Rau noch einmal auf 2:3 heran, Rosenheim legte aber nach. Kurz vor Drittelende besorgte Marius Möchel mit einem Solo den vierten Gästetreffer (39.), 13 Sekunden später machte Ro­bert Schopf das 2:5. Zu diesem Zeitpunkt hätte wohl kaum einer mehr einen Pfifferling auf den EVL gesetzt, doch die Landsberger kamen noch einmal zurück. Mit viel Einsatz und Leidenschaft setzten sie die Starbulls unter Druck. Die Folge war zunächst das 3:5 durch Igor Bacek (43.). Benjamin Barz schaffte in Überzahl sogar das Anschlusstor (48.). Es war nun ein rassiges, spannendes Derby mit vielen Höhepunkten. Rosenheims Keeper Steinhauer bekam mehr zu tun, als ihm lieb war. In der 51. Minute hatte er dann mächtig Dusel, als die Scheibe an den Pfosten klatschte. Mitten in dieser Drangphase der Landsberger machten die Gäste dann aber alles klar. Nach einem Abpraller stand Robin Hanselko goldrichtig zum 4:6 (53.). Zwar machte Markus Vaitl nach einem tollen Zuspiel von Thorsten Rau noch das 5:6, doch für das halbe Dutzend reichte es an diesem Abend nicht mehr. Kurz vor dem Ende musste Starbull Mitch Stephens noch mit einer Spiel­dauerstrafe vom Eis, nachdem er Benjamin Barz im Gesicht verletzt hatte. Blick nach oben Trotz der Niederlage will der EVL 2000 weiter nach oben. Einen ersten Schritt dazu will das Team am Freitag beim EV Füssen machen. Und am Sonntag kommt es dann am Hunger­bachweg zum Spitzenspiel gegen den EC Peiting (18 Uhr).

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