Leukämie-Benefiz

Singend Leben retten

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Ein stimmungsvolles Benefizkonzert für einen guten Zweck gab der Landsberger Chor „Gospels-N-Joy“ im Stadttheater.

Landsberg – Leukämie: täglich werden Menschen mit dieser Diagnose konfrontiert, setzen ihre Hoffnung auf eine lebensrettende Knochenmarkspende. Mit ihrem Doppe­l­konzert am Donnerstag und Freitag wollte Gospels-N-Joy aus Landsberg dieses Thema wieder ins Bewusstsein rücken und die Arbeit der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern aktiv unterstützen.

Für die meisten der rund 50 Sängerinnen und Sänger war es eine Art Heimspiel, genau wie für Chorleiter Charles B. Logan. Habe der Gospelchor zwar seinen Aktionsradius in den letzten Jahren erweitert, sei es doch immer etwas Besonderes, in Landsberg aufzutreten, meinte der gebürtige New Yorker, der seit mehreren Jahren in der Lechstadt lebt. Doch ein Heimspiel ist nicht immer einfach, wie auch große Fußballmannschaften belegen, viel größer die Anspannung vor bekanntem Publikum.

Ein etwas verhaltener Beginn mit Songs aus der Anfangszeit des Chores, wie etwa „Amazing Grace“, „Deep River“ oder anspruchsvollen A-Cappella-Stücke wie „Elijah Rock“. Sicher in der Dynamik, aber etwas „wacklig“ in der Intonation, was aber wohl auf die Nervosität zurückzuführen war, die vielen Akteuren ins Gesicht ge­schrieben stand, vielleicht aber auch auf den krankheitsbedingten Ausfall der Solistin Maya Logan, der aufgefangen werden musste.

Doch taute der Chor mehr und mehr auf, spätestens bei dem temperamentvollen „Operator“ waren alle präsent, kam die charakteristische Lebensfreude und Ausstrahlung dieses Ensembles zur Geltung, wurde die Stimmung lockerer, die Stimmen freier, was in der starken zweiten Hälfte noch getoppt wurde. Hier folgte dann ein Highlight dem anderen: ein atmosphärisch dichter Beginn mit der Revolutionshymne aus „Les Misérables“: „Do you hear the people sing“, Michael Jacksons „They don’t care about us“ oder „The impossible dream“ aus dem Musical „Der Mann aus La Mancha“.

Kein Lied ist zufällig gewählt, alle stehen für den Kerngedanken des Chores: die Freiheit des Herzens, dem Traum einer besseren Welt, der auch in den Gospels wie „This is how it feels to be free“ oder „Lift every voice an sing“ zum Ausdruck kommt. Gänsehaut pur bei der Zugabe „Let there be peace on earth“. Ein Wunsch, dem wohl niemand widersprechen wird. Langer Applaus, Standing Ovations.

Patricia Eckstein

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