Über den Wolken

Lufthansa tauft Flugzeug "Landsberg am Lech"

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Das hat echten Stil: Schampus statt Taufwasser! Oberbürgermeister Mathias Neuner, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa AG Carsten Spohr und der CSU-Politiker Alexander Dobrindt übernehmen die Flugzeugtaufe.

Landsberg/München – Seit zwei Jahren schwebt Landsberg am Lech über den Wolken. Nein, nicht die Stadt. Sondern das Passagierflugzeug der Lufthansa. Die offizielle Taufe fand jetzt auch endlich statt – mit Taufurkunde, Schampusflasche und allem was dazugehört.

Eingefädelt hatte das Ganze Alexander Dobrindt (CSU), damals noch Verkehrsminister. Er schlug die Flugzeug-Namensnennung Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) vor zwei Jahren vor und meinte, dass sich da bestimmt was machen lasse. Und weil Politiker ja bekanntlich immer ihre Versprechen halten, steht nun auch in blauen Lettern und unübersehbar „Landsberg am Lech“ unterhalb des Eingangs des Flugzeugs.

Eine besondere Ausnahme ist das aber nicht. Bei der Airline sind Städtenamen üblich. Welches Flugzeug welchen Namen bekommt, hängt von der Größe ab. Je größer der Flieger, desto größer die Stadt. Für Landsberg hat es freilich nicht ganz zum Airbus gereicht. Stattdessen ist es eine Maschine des Typs CRJ900 Bombardier mit Platz für 90 Personen geworden.

Taufe der "Landsberg am Lech"

"Landsberg am Lech" fliegt hoch über den Wolken. © Stadt-LL
"Landsberg am Lech" fliegt hoch über den Wolken. © Stadt-LL
"Landsberg am Lech" fliegt hoch über den Wolken. © Stadt-LL
"Landsberg am Lech" fliegt hoch über den Wolken. © Novy
"Landsberg am Lech" fliegt hoch über den Wolken. © Novy
"Landsberg am Lech" fliegt hoch über den Wolken. © Novy
"Landsberg am Lech" fliegt hoch über den Wolken. © Novy
"Landsberg am Lech" fliegt hoch über den Wolken. © Stadt-LL
"Landsberg am Lech" fliegt hoch über den Wolken. © Novy
"Landsberg am Lech" fliegt hoch über den Wolken. © Novy
"Landsberg am Lech" fliegt hoch über den Wolken. © Novy
"Landsberg am Lech" fliegt hoch über den Wolken. © Novy
"Landsberg am Lech" fliegt hoch über den Wolken. © Novy
"Landsberg am Lech" fliegt hoch über den Wolken. © Novy

Außerdem ist die „Landsberg am Lech“, wie Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa AG, beschreibt, quasi wie ein mittelständisches Unternehmen. Etwa 50 Mitarbeiter brauche es, um den Flieger zu betreiben. Crew, Techniker und alle, die dafür sorgen, dass das Flugzeug sicher an seinem Bestimmungsort ankommt. Die Ziele sind in ganz Europa verteilt. Besonders freut sich Neuner darüber, dass mit der „Landsberg am Lech“ auch eine Partnerstadt indirekt angeflogen werden kann. Der Flughafen in Rom ist nicht weit von der Partnerstadt Rocca die Papa entfernt. „Der europäische Gedanke ist in Landsberg zu Hause“, so Neuner. Mit der Benennung des Flugzeugs würde das auch symbolisiert werden.

Wer beim Fliegen sofort an die große Belastung der Umwelt denkt, für den hatte Spohr ein paar gute Nachrichten. Die „Landsberg am Lech“ gehört zu einer neuen Generation. 25 Prozent weniger Treibstoff und nur halb so laut wie die Vorgänger. Sicherlich ist das Fliegen damit nicht unbedingt umweltfreundlich, aber zumindest ist es eine Verbesserung. Und man merkt Spohr an, dass er darauf durchaus Stolz ist.

Dobrindt ließ sich die Taufe ebenfalls nicht entgehen. Er sah eine größere Verbindung von Lufthansa und der Stadt Landsberg. Beide würden für ihn die Verbindung von Tradition und Moderne symbolisieren und Werte wie Weltoffenheit und Zukunftsfähigkeit repräsentieren. „Premiumkommune und Premiumairline – das passt zusammen.“

Dobrindt betonte, dass mit der Namensgebung Verantwortung seitens der Stadt verbunden sei. Landsberg müsse sich für die Luftverkehrswirtschaft einsetzen, weil sie wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg beitrage.

Nach den durch viel Lob für den Münchener Flughafen und die Lufthansa geprägten Reden der (Lokal-)Politiker war es dann endlich soweit. Neuner, Dobrindt und Spohr öffneten die Flasche Schampus und tauften den Flieger offiziell auf den Namen „Landsberg am Lech“. Dann noch kurz die Taufurkunde unterschrieben und das Ding war durch.

Auf einen Gratis-Rundflug mussten die Anwesenden verzichten. Aber immerhin durfte die etwa 60-köpfige Abordnung aus der Lechstadt sich die „Landsberg am Lech“ von innen etwas genauer ansehen. Sehr elegant wirkt der Flieger mit seinen grauen Sitzen und der für die Veranstaltung angebrachten lila Beleuchtung in der Kabine. Da bleibt nur eins: allzeit guten und sicheren Flug!

Fakten zum Flugzeug

Bei der Maschine, die den Namen „Landsberg am Lech“ tragen darf, handelt es sich um ein zweistrahliges Verkehrsflugzeug des kanadischen Flugzeugherstellers Bombardier. Mit 86 Passagieren kann das 36 Meter lange Flugzeug mit 25 Meter Spannweite bis zu 2.500 Kilometer weit fliegen; die Höchstkapazität liegt bei 90 Passagieren.

Da der Flieger auf Kurz- und Mittelstrecken ausgelegt ist, befinden sich die Ziele der „Landsberg am Lech“ alle innerhalb von Europa. Bei diesen Flügen verbraucht das Flugzeug etwa ein Viertel weniger an Treibstoff als ältere Modelle und auch die Lautstärke konnte gedrosselt werden.

Stephanie Novy

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