Nach Verschenkaktion

Tote Hühner in Hofstetten

Hühner im Stall
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Nachbesserungen sind bei einem Hühnerhalter in Hofstetten notwendig. Das bestätigt das Veterinäramt, nachdem dort tote Tiere gefunden wurden.
  • Susanne Greiner
    vonSusanne Greiner
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+++ Aktualisierung: 19. Februar: Das Landratsamt informiert, dass die Tests auf Vogelgrippe bei dem Hühnerhalter in Hofstetten negativ sind. +++

Dieses Bild wurde dem KREISBOTEN zugesandt. Der Halter der Legehühner in Hofstetten sagt, es sei bearbeitet.

„Einzelne verendete Tiere wurden vorgefunden“, meldet Pressesprecher Müller nach einem ersten Ortstermin am Montag. Mit dem Betreiber habe man nach einem weiteren Ortstermin einige notwendige Nachbesserungen und Auflagen zur korrekten Tierhaltung besprochen. Welche Nachbesserungen hier erforderlich sind, gibt Müller nicht bekannt.

Zudem wurden vom Landesamt für Gesundheit (LGL) seuchenhygienische Untersuchungen der toten Tiere veranlasst: momentan wegen der Vogelgrippe ein „routinemäßiger“ Vorgang. Bei einem dritten Ortstermin am Mittwoch seien schließlich Abstriche zur Prüfung auf Vogelgrippe genommen worden. Diese fielen negativ aus. „Nachdem die Vogelgrippe ausgeschlossen ist, handelt es sich vermutlich um eine nicht meldepflichtige Ursache“, meldet Müller. Jetzt untersuche ein sogenannter Bestandstierarzt, beauftragt vom Hühnerhalter selbst, den Bestand und die toten Tiere auf andere Erkrankungen. Das Landratsamt werde dafür sorgen, dass die zur Einhaltung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung notwendigen Maßnahmen durchgeführt würden.

Einer der Eierautomaten, der von dem Hofstettener Hühnerhalter bestückt wird.

In dieser Verordnung wird beispielsweise gefordert, dass Haltungseinrichtungen so ausgestattet sind, dass „alle Legehennen artgemäß fressen, trinken, ruhen, staubbaden sowie ein Nest aufsuchen können“. Gebäude müssen ausreichende Lichtöffnungen und eine Lüftung haben, die „die Einhaltung von Mindestluftraten sicherstellt“. Hier geht es um die Reduzierung des Ammoniakgehalts in der Luft. Zudem werden eine bestimmte Bodenbeschaffenheit, Nester für die ungestörte Eiablage – ein Nest pro sieben Legehennen – und auch Sitzstangen gefordert, auf denen ein „ungestörtes, gleichzeitiges Ruhen aller Legehennen möglich ist“. Und pro neun Legehennen ist ein Quadratmeter Raum nötig.

Der Halter der Legehennen hatte laut Medienberichten über 2.000 Hühner in drei mobilen Legestationen, von denen er in einer Verschenkaktion gegen freiwillige Spenden 600 Tiere abgab. Im freigewordenen Raum habe der Halter die Tiere eines Bekannten untergebracht, die wegen der momentan herrschenden Stallpflicht sonst zu wenig Platz gehabt hätten.

Der Halter selbst will sich auf Anfrage des KREISBOTEN nicht zu dem Vorfall äußern. Die Bilder der toten Hühner, laut Fotograf rund 100 Meter neben dem Wagen des Hühnerhalters aufgenommen, seien bearbeitet oder aber an einem anderen Ort entstanden. Es habe tote Tiere gegeben. Aber bei rund 2.000 Hühnern sei das normal.
Susanne Greiner

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